Fußball-Hessenligist OSC Vellmar verliert auch beim TSV Lehnerz deutlich

Deppe nach 0:3 in Sorge

Luftduell: Vellmars Dennis Schanze (hinten) im Zweikampf mit Lehnerz’ Alexander Scholz, mit dem Rücken zur Kamera beobachtet Stefan Matzenmiller (5) die Aktion. Foto:  Görlich

Fulda. Der OSC Vellmar steckt in der Fußball-Hessenliga weiter im Abstiegskampf: Der Tabellenzwölfte kassierte in Fulda eine 0:3 (0:2)-Schlappe beim TSV Lehnerz, der zuvor mit nur kleinen Auflagen die Lizenz für einen Regionalliga-Aufstieg erhalten hatte.

Entsprechend bedient war - Trainer Mario Deppe: „Fußball ist ein schönes Spiel, in dem man Leidenschaft und Emotionen ausleben kann. Aber wenn man wie wir im Abstiegskampf steckt, muss man das mit Leidenschaft und Zweikampfverhalten paaren, dazu ist das Team nicht bereit. Das war heute auch wieder so, deshalb haben wir klar verloren“, sprach Deppe klare Worte.

Der 46-Jährige mahnt: „Ich mache mir große Sorgen, wie wir in den letzten Spielen die Klasse halten wollen. Wir haben in der Rückrunde ein Spiel nur gewonnen, das sagt alles.“

Vellmar war die Verunsicherung anzumerken. Der OSC stand tief und war ständig mit acht Mann hinter dem Ball. Dagegen fand Lehnerz lange kein Mittel, war zu behäbig im Spielaufbau. „Das war das dritte Spiel in drei Tagen, Vellmar stand sehr defensiv und hat nicht viel nach vorn gemacht“, begründete TSV-Coach Henry Lesser den schwachen Start.

Vellmar wurde allenfalls durch Lehnerzer Fehler gefährlich, die einzige herausgespielte Offensivaktion wurde Thomas Müller wegen Abseitsstellung abgepfiffen (36.). Zudem zeigte Lehnerz’ Torwart Benedikt Kaiser bei Müllers Schuss aus zehn Metern einen überragenden Reflex (15.).

Dann genügten Lehnerz 20 starke Minuten für drei Tore: Weckruf war ein toller Konter des starken André Vogt, der nur knapp am Pfosten vorbei ging (38.). Keine Minute später steckte Renato Tusha den Ball nach Pass von Patrick Schaaf auf Dominik Rummel durch, der eiskalt sein 20. Saisontor erzielte (39.). Noch vor der Pause bereitete sich Schaaf sein Tor zum 2:0 selbst vor, spielte den Ball in die Gasse auf Tusha, der Schaaf den Ball direkt in den Lauf spielte. Der Kapitän vollendete aus gut zwölf Metern ins lange Eck (45.)

Nach dem Seitenwechsel drückte Lehnerz auf den dritten Treffer, und der ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Vellmarer Fehlpass ging es schnell über Vogt, der den Ball flach nach innen flankte, wo Dominik Rummel noch verpasste, aber Pierre Mistretta am langen Pfosten nur noch einschieben musste (55.). Damit war die Partie entschieden: Vellmars beste Chance hatte noch Nasuf Zukorlic, dessen Schuss aus 16 Metern nach Pass von Andre Schnell kein Problem für Kaiser war (82.).

Vellmar: Orth - Lindemann, Wagener, Kuhn, Matzenmiller - Weingarten, Schanze – Wollenhaupt (66. Schnell), Müller (78. Bredow), Zukorlic – Kemper (66. Lohne) Tore: 1:0 Rummel (39.), 2:0 Schaaf (44.), 3:0 Mistretta (55.)

Von Ralph Görlich

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