Fußball-Hessenliga: Baunatal und Vellmar bringt am Samstag (15 Uhr) im Parkstadion nur ein Sieg voran

Derby mitten im Abstiegskampf

Enges Duell: Keine Freiheiten lassen wollen sich der KSV Baunatal, hier im Hinspiel mit Malte Grashoff (vorn), und der OSC Vellmar mit Enes Glogic im Nachbarschaftsduell. Archivfoto: Fischer

Baunatal/Vellmar. Als ob in einem Derby nicht schon genug Brisanz stecken würde, streiten der KSV Baunatal und der OSC Vellmar am Samstag ab 15 Uhr im Parkstadion auch noch um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Beide im Aufwind befindlichen Teams spielen darin eine bedeutende Rolle .Unter solchen Vorzeichen stand das Nachbarschaftsduell bisher noch nicht. Wir fragten nach.

?Wie ist die Ausgangslage der Nachbarn?

!Es könnte sein, dass fünf Mannschaften absteigen. Nach derzeitigem Stand trifft es drei Klubs. Der OSC steht als Viertletzter um einen Punkt besser da als Oberrad auf dem ersten Abstiegsplatz. Ein Polster von vier Zählern weist Baunatal als 13. auf. Abgesehen vom Derby spielt Vellmar noch zu Hause gegen Oberrad sowie Lehnerz und gastiert in Alzenau. Der KSV hat auf eigenem Platz gegen den FSC Lohfelden ein weiteres Derby vor der Brust und tritt zuletzt bei Spitzenreiter Teutonia Watzenborn/Steinberg an.

?Liegt der Druck wegen der niedrigeren Punktzahl also eher beim OSC?

!„Nein, sagt Vellmars Trainer Mario Deppe, „wir haben zwar drei Punkte weniger, dafür können wir aber auch einmal mehr spielen und Baunatal muss zuschauen.“ Zudem glaubt er, dass seine Elf das etwas leichtere Restprogramm zu absolvieren hat. Auch Manuel Pforr, Co-Trainer des KSV, macht hier wie da den gleichen Druck aus: „Ein Unentschieden ist für beide zu wenig. Jeder müsste also auf Sieg spielen.“

?Wie sieht der Fahrplan der Klubs zum Klassenerhalt aus?

!Beide verweigern sich allen Spekulationen um die letztendliche Zahl der Absteiger. „Damit beschäftigen wir uns nicht. Wir müssen halt unsere Spiele gewinnen. Eine Vorgabe für die letzten drei gibt es nicht“, sagt Pforr. Ähnlich sieht es Mario Deppe. „Von den vier Partien sollten wir drei gewinnen. Und zwar die richtigen“, sagt er und lässt keinen Zweifel, dass jene im Parkstadion dazugehört.

?Wer oder was könnte das Derby entscheiden?

!Im Hinspiel sorgten die eingewechselten Jonas Spengler und Janik Szczygiel für den späten Baunataler Sieg. Dennoch haben Nebe und Pforr noch nicht festgelegt, wer diesmal von der Bank kommend alles klarmachen soll. „Das glückliche Händchen hatten wir aber schon mehrmals. Bei uns ist schließlich jeder in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Ansonsten ist das eine Frage der Einstellung und der Mentalität“, glaubt Manuel Pforr. Der Baunataler hofft wieder auf die zuletzt starke Unterstützung des eigenen Anhangs. Auch sein Gegenüber vermutet, „dass die größere mentale Stärke den Ausschlag geben wird“. Und noch etwas: „Ich denke, die Baunataler sind durch ihre individuelle Klasse und ihre Regionalliga-Erfahrung leicht im Vorteil. Das müssen wir über eine starke Mannschaftsleistung ausgleichen.“

?Wie ist die personelle Situation?

!Beim KSV fehlt Jonas Spengler. Nico Schrader und Patrick Krengel sind fraglich. Einsatzbereit ist neben dem genesenen Tom Samson auch das Trainergespann Tobias Nebe und Manuel Pforr selbst. Den Vellmarern fehlen weiterhin Dennis Schanze und Stefan Matzenmiller, während Maik Siebert und Marius Ehlert wieder im Mannschaftstraining stehen.

Von Wolfgang Bauscher

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