Fragen und Antworten zum Duell der Fußball-Hessenligisten FSC Lohfelden und KSV Baunatal

Derby mitten im Abstiegskampf

Den Ball im Blick: Florian Heussner (rechts) und der FSC Lohfelden empfangen heute den KSV Baunatal und Kyung Ho Lee. Foto: Schachtschneider

Kassel. Es ist die Woche der Derbys in der Fußball-Hessenliga. Zweimal beteiligt ist der KSV Baunatal. Bevor die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe am Freitag den OSC Vellmar empfängt, ist sie bereits heute ab 18.30 Uhr beim FSC Lohfelden gefordert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Derby.

? Wie gehen die beiden Teams in das Derby?

! Viel Selbstbewusstsein tankte der FSC am vergangenen Wochenende durch den 2:1-Erfolg gegen Stadtallendorf, womit die Mannschaft von Trainer Otmar Velte den Spitzenreiter stürzte. „Natürlich können wir selbstbewusst in das Spiel gehen, aber auch mit Demut. Es geht wieder von Null los“, sagt Daniel Beyer, Co-Trainer des FSC.

Für die Baunataler ist es eine spannende Woche mit zwei Derbys. „Jetzt geht es um alles. Wir sind jetzt tief in den Abstiegskampf reingerutscht“, sagt KSV-Coach Nebe. Nach der 1:2-Niederlage in Fulda ist der Baunataler Vorsprung auf die Abstiegsplätze geschmolzen.

? Gibt es heute ein brisantes Nachbarschaftsduell?

! Aber ja. Die nötige Brisanz gibt es allein schon, da beide Teams noch im Abstiegskampf stecken. „Motivieren muss man in diesem Spiel keinen“, sagt Beyer. „Wir haben den Abstiegskampf gut angenommen. Baunatal ist jetzt zwei Punkte hinter uns und wir wissen, dass wir uns mit einem Sieg aller Abstiegssorgen entledigen können.“

Noch brenzliger ist die Situation für den KSV. „Für uns ist die Lage brisanter. Positiv ist, dass wir noch alles in der eigenen Hand haben“, sagt Nebe. Gibt es vier Absteiger, hat Baunatal derzeit drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, bei fünf wäre es nur ein Zähler.

? Wie verlief das Duell in der Hinrunde?

! Die Erinnerungen an das Spiel im Juli sind bei allen Beteiligten noch gut. Schließlich war es dramatisch. Erst in der Nachspielzeit erzielte Tom Samson den 2:1-Siegtreffer für den KSV. Zuvor hatte Kyung Ho Lee Baunatal in Führung gebracht. Niklas Kühne glich kurz vor der Pause aus. „Ich hätte nichts dagegen, wenn es wieder so passiert“, denkt Nebe gern zurück an das Hinspiel. Das ist bei Beyer natürlich anders. „Wir müssen aus dem Hinspiel noch etwas gutmachen. Das ist natürlich ein zusätzlicher Ansporn.“

? Wie sieht es personell aus vor dem Derby?

! Große Sorgen hat Coach Nebe vor dem Spiel. Außer den länger verletzten Felix Schäfer und Janik Szczygiel sowie dem erkälteten Ingmar Merle fallen nach dem Fulda-Spiel zudem Patrick Krengel (Bänderriss), Nico Schrader (Fußprellung), Jonas Springer (Fußprobleme) und Tom Samson (Knieprobleme) aus. Ein Fragezeichen steht hinter Manuel Pforr, der muskuläre Probleme hat. Da der KSV-Kader nicht der breiteste ist, wird Nebe aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft Spieler hochziehen. „Es wird einige Überraschungen geben“, sagt er. Die Lohfeldener hoffen, dass Serdar Bayrak nach seinen Sprunggelenksproblemen zurückkehren kann.

Von Manuel Kopp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.