OSC Vellmar und KSV Baunatal wollen am Samstag mit Sieg im direkten Duell die Abstiegszone verlassen

Derby mit viel Druck im Kessel

Eng am Mann: Hart umkämpft wie das letzte Hessenligaderby der Nachbarn, hier mit Tim Metzner (am Ball), Sebastian Wagener (rechts) und Pavo Susilovic (verdeckt) vom OSC gegen den Baunataler Spielertrainer Tobias Nebe, verspricht auch das neuerliche Duell zu werden. Archivfoto: Fischer

Vellmar. Es ist ihr erstes Duell in der Fußball-Hessenliga seit zweieinhalb Jahren. Doch die Freude ist beim OSC Vellmar und KSV Baunatal getrübt. Schließlich stehen beide mit nur zehn Punkten als 14. und 15. in der Abstiegszone. Wir beleuchten das Derby, das am Samstag (15 Uhr) auf dem Sportplatz am Schwimmbad angepfiffen wird.

Die Ausgangslage

Ein psychologischer Vorteil liegt beim OSC. Er gewann in Dreieich 3:1, während die Baunataler gegen Wiesbaden durch ein Tor kurz vor dem Abpfiff unterlagen. Auch die letzten fünf Partien sprechen für die Gastgeber. Sie verloren nur zwei und holten sieben Punkte, der KSV fuhr bei vier Niederlagen einen Sieg ein. Die Bilanz

Hier liegen die Baunataler vorn. Von 20 Hessen- oder Oberligapartien gewannen sie neun, der OSC musste sich mit fünf Siegen begnügen. Vom Baunataler 3:1-Sieg 2012 abgesehen, endeten die Spiele immer ganz knapp. Auch das Heimrecht schien keine Rolle zu spielen. Nur zwei der letzten sechs Duelle gewannen die Platzherren, viermal siegten die Gäste. Die Vorgeschichte

Fünf Rote Karten gab es in den beiden letzten Derbys während der Saison 2012/13. Am 26. April, als der KSV durch Manuel Pforr 1:0 (51.) gewann, wurden in der Nachspielzeit die Vellmarer Christian Wollenhaupt, der Florian Heussner umgestoßen hatte, und Dennis Joedecke wegen eines Fouls des Feldes verwiesen. Im Hinspiel am 12. Oktober 2012, als der OSC in Baunatal 2:1 triumphierte, mussten Vellmars Marvin Kuhn (62.) wegen eines Fouls sowie die KSVer Manuel Pforr (66.) und Mario Wolf (90.) wegen Tätlichkeiten vom Feld. Die Torfolge damals: 0:1 Eckhardt (16.), 1:1 Pforr (31.), 1:2 Zukorlic (85.).

Die Pechvögel

Auch wenn die Brummschädel inzwischen abgeklungen sind, das letzte Duell der beiden Klubs haben sowohl Vellmars Sechser Dennis Schanze als auch KSV-Verteidiger Daniel Leipold in schmerzlicher Erinnerung behalten. Beide waren nach einem Luftkampf mit Platzwunden am Kopf ins Krankenhaus gebracht worden. Während Leipold mit fünf Stichen genäht wurde, kamen die Ärzte bei Schanze mit dreien aus.

die Trainer

„Wir wollen so weitermachen wie wir uns zuletzt präsentiert haben und noch ein wenig mehr tun als sonst. Wer unten raus will, muss gewinnen. Es ist angerichtet für ein echtes Derby“, sagt Mario Deppe vom OSC. Im Tor steht wieder Hannes Peschutter, Mergim Hajzeraj fällt aus. Eventuell steht Dennis Schanze wieder im Team.

„Das wird ein sehr richtungsweisendes Spiel. Es geht um den Abstiegskampf. Wenn wir ins Fußballspielen kommen, sollten wir Vorteile haben“, erklärt Baunatals Co-Trainer Manuel Pforr, der sich heute einer Kreuzband-Operation unterzieht und schweren Herzens fehlt. Außer ihm ist auch der sowohl verletzte als auch gesperrte Nico Schrader nicht dabei.

Von Wolfgang Bauscher

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