1:3 – Hessenligist OSC Vellmar kann Rückstand gegen Wiesbaden nicht mehr drehen

Drei frühe Nackenschläge für den OSC Vellmar

Bedauernswert: Vellmars machtloser Schlussmann Tobias Orth musste den Ball schon vor der Pause dreimal aus dem Netz holen. Foto: Fischer

Vellmar. Tobias Orth brachte es auf den Punkt: „Jedes Mal nehmen wir uns viel vor, und dann kommen die Nackenschläge in Form überflüssiger Gegentore.“

So warten die Hessenliga-Fußballer des OSC Vellmar nach der 1:3 (0:3) Heimniederlage gegen den SV Wiesbaden weiter auf den ersten Sieg des Jahres. Und für ihren Schlussmann war sie besonders bitter.

Orth, diesmal mit der Kapitänsbinde für den nach einer Stunde eingewechselten Christian Wollenhaupt aufgelaufen, war an den Gegentoren machtlos. Seine erste Parade durfte er in der 76. Minute bei einem Distanzschuss zeigen. Da war das Spiel gelaufen, weil die Gäste drei Unzulänglichkeiten in der OSC-Defensive ausgenutzt hatten.

Schon direkt nach dem Anpfiff hätten die überraschten Platzherren in Rückstand geraten können. Erst im letzten Moment blockten sie einen Schuss noch ab. Wenig später passierte es doch, als der freistehende David Schug eine vermeidbare Flanke sauber verwertete (9.). Auch beim 0:2 war der OSC nicht im Bilde. Pech kam dazu, weil ein Abwehrschlag abprallte und zum tödlichen Pass auf den Wiesbadener Toni Reljic wurde (20.). Fünf Minuten später kam die Defensive nicht über die Statistenrolle hinaus, ehe Younes Bahssou den Ball zum 3:0 über die Linie drückte (25.).

Erst danach näherte sich der OSC dem gegnerischen Tor. Aber der fleißige Moritz Meuser setzte seinen Schuss zu hoch an, während Nasuf Zukorlic mit einem Schlenzer ganz knapp scheiterte.

Nach dem Wechsel hielt der OSC die Partie gegen die ambitionierten Wiesbadener offen. Mehr als den Elfmetertreffer von Daniel Schanze (71.) nach Foul von Philipp Reichhardt an Zukorlic ließen die Gäste nicht zu.

„Wir hätten ohne Torhüter spielen können“, stellte SVW-Trainer Djuradj Vasic dem OSC ein schlechtes Zeugnis aus. Anders wertete Mario Deppe das Gesehene: „Im Vergleich zu den ersten Spielen war das eine Steigerung. Die Mannschaft hat nie aufgesteckt und auf den Anschluss gedrängt. Gegen einen weniger starken Gegner wäre etwas für uns drin gewesen“, befand der OSC-Trainer. Warum er seinen Kapitän zunächst draußen ließ? „Wenn man dreimal nicht gewinnt, muss man etwas ändern.“

Von Wolfgang Bauscher

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.