Baunatal bezwingt den Hessenliga-Tabellenführer Rot-Weiß Frankfurt

Dreimal Nico Schrader

Nach einem seiner drei Treffer: Baunatals Nico Schrader hat gerade den Frankfurter Elvir Smajlovic bezwungen. Foto: Schachtschneider

baunatal. „Wenn mir die erste wichtige Aktion gelingt, dann läuft das ganze Spiel gut.“ Nico Schrader erklärt kurz und bündig, warum er beim 3:1 (2:0)-Sieg des KSV Baunatal über den Hessenliga-Tabellenführer Rot-Weiß Frankfurt der Mann des Tages war. Schrader hat alle drei Baunataler Tore geschossen.

Beim 1:0 in der 21. Minute und beim 2:0 (27.) stand Schrader nach Pässen von Antonio Bravo Sanchez beziehungsweise Patrick Krengel dort, wo ein Stürmer stehen sollte, und hatte keine Mühe zu vollstrecken. Das entscheidende 3:1 (81.) war dagegen ein platzierter Schuss von der Strafraumgrenze.

Dass der KSV nach der Roten Karte gegen Torwart Ioannis Takidis (Notbremse gegen Schrader in der fünften Minute) 35 Minuten in Überzahl spielen durfte, schmälert die Gesamtleistung der Mannschaft nicht. Zehn gegen zehn hieß es ab der 40. Minute, denn der äußerst schwache Schiedsrichter Kai Vonderschmitt aus Mühlheim bewertete ein von Baunatals Verteidiger Patrick Krengel im eigenen Strafraum begangenes Foul an Ko Sawada als Notbremse, obwohl neben Krengel noch mehrere Baunataler Spieler zur Absicherung bereit waren.

Torwart Tobias Schlöffel parierte den vom Ex-Baunataler Varol Akgöz schwach geschossenen Elfmeter und sorgte somit für ausgleichende Gerechtigkeit, denn Frankfurts Torwart Elvir Smajlovic hatte den von Bravo Sanchez geschossenen Strafstoß an den Pfosten gelenkt.

Baunatals Trainer Tobias Nebe sprach später von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“, es stimmt aber auch, dass der KSV neben Schrader zwei weitere herausragende Spieler auf dem Platz hatte. Die beiden Sechser Daniel Borgardt und Malte Grashoff ergänzten sich prima, gewannen die meisten defensiven Zweikämpfe und glänzten zudem als Antreiber der eigenen Offensive. Grashoff war der Mann, dem kein Weg zu weit war. In der 65. Minute tauchte der 23-jährige Ex-Bremer gar frei vor dem Frankfurter Tor auf, aber Smajlovic parierte den halbhohen Schuss.

Allerdings war der Tabellenführer auch nicht chancenlos, nachdem Akgöz (54.) den Anschlusstreffer erzielt hatte. Im Gegensatz zu den meisten Spielen in dieser Saison leisteten sich die Baunataler diesmal aber keine Nachlässigkeiten und gingen als verdienter Sieger vom Platz.

Und niemand hat Nebe widersprochen, als der Baunataler Trainer später von einem „hochklassigen Spiel“ sprach. Zumindest in der Hessenliga sieht man nur selten zwei Mannschaften, die so sehenswert Fußball spielen, wie der KSV Baunatal und Rot-Weiß Frankfurt an diesem Samstag im Baunataler Parkstadion.

Von Gerd Brehm

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