Lohfeldener beweisen gegen Watzenborn-Steinberg, dass sie zu Recht oben mitspielen

1:1 in echtem Spitzenspiel

Rein mit der Flanke: Lohfeldens Serdar Bayrak (links) hat sich gegen Julian Simon von der SG Teutonia Watzenborn-Steinberg durchgesetzt und bringt den Ball nach innen. Foto: Schachtschneider

lohfelden. Sie waren zufrieden, wenn auch unmittelbar nach dem Abpfiff noch leicht zähneknirschend. Eine halbe Stunde später im Bewusstsein, dass sie erneut bewiesen hatten, zu Recht in der Spitzengruppe der Fußball-Hessenliga mitzumischen. Und schließlich war das 1:1 (1:1)-Unentschieden im hochklassigen Heimspiel des FSC Lohfelden gegen die SG Watzenborn-Steinberg ein zutreffendes Ergebnis. Den Sieg hätten beide Kontrahenten für das von ihnen Gebotene zwar verdient gehabt, die Niederlage allerdings keiner.

Gleich zu Beginn setzten beide Mannschaften Zeichen. Die Gäste, in der Tabelle einen Platz vor dem FSC postiert, kamen zweimal über links und legten offen, wie verwundbar die Lohfeldener dort waren. Beide Male parierte Schlussmann André Schreiber gegen Barbaros Koyuncu.

Dann entschlossen sich die Platzherren zum Gegenhalten. Mit einem Muster, das sich auch im weiteren Verlauf als tauglich erwies. Aus der Deckung kam der Ball zu Demetrio Demetrio D’Agostino. Der legte in die Tiefe auf Jaroslav Matys, welcher mit viel Übersicht auf den mitgelaufenen Thomas Müller zurückpasste. Aus vollem Lauf zirkelte dieser den Ball mit der Innenseite von halblinks hoch ins lange Eck – ein kleines Kabinettstück (5.).

„Der muss ihm abgerutscht sein. So kann man den gar nicht schießen“, frotzelte Innenverteidiger Vyacheslav Petrukhin später, und Müller stellte klar: „Ich wollte ihn schon so, anders wäre das gar nicht gegangen. Ein bisschen Glück war natürlich dabei.“

Die Freude über die Führung währte nicht lange. Dann kurvte Koyuncu durch die FSC-Abwehr und ließ Schreiber keine Chance (17.). Obwohl sie vor dem Wechsel tief standen, besaßen die Platzherren bis dahin die besseren Gelegenheiten.

Bis zum Schluss ließen die Widersacher nicht locker. Längst verteidigte der FSC höher und stoppte die Gäste meist weit vor dem Sechzehner. Und so konnte es sich der überragende Petrukhin sogar leisten, erstmals einen Zwei- oder Luftkampf gegen Gäste-Torjäger Raffael Szymanski zu verlieren (83.). Zumal es im Mittelkreis passierte. Auch „Slava“ gab sich beim abschließenden gemeinsamen Pizzaessen letztlich mit dem Punkt zufrieden. Oder doch nicht ganz? „Na ja, wir hätten unsere Konter noch besser ausspielen können.“

Von Wolfgang Bauscher

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