Vellmars Trainer Mario Deppe lobt seine Mannschaft in den höchsten Tönen

Eine Eins mit Sternchen

Abschied: Fußball-Abteilungsleiter Rainer Rethemeier (links) und seine Stellvertreterin Nadine Sandrock mit (von links) Okan Gül, Egli Milloshaj, Marvin Steube und Enis Salkovic. Foto: Fischer

Vellmar. Das letzte Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Der OSC Vellmar hat angenehm überrascht und taktisch, spielerisch sowie kämpferisch vieles richtig gemacht. Aber das Tor hat trotz vieler Chancen nur Christian Brinkmann (27. Minute) getroffen. Und weil Younes Bahssou in der 85. Minute ebenfalls per Kopf erfolgreich war, endete die Hessenliga-Partie zwischen dem OSC Vellmar und Borussia Fulda 1:1 (1:0). Deshalb fühlten sich die Vellmarer am Samstag wie so oft in der gerade zu Ende gegangenen Saison. Im großen und ganzen waren sie zufrieden, aber ein paar Gründe, um ein bisschen zu hadern, gab es auch.

DIE GESAMTNOTE

Als aber die Saison-Gesamtnote verteilt werden sollte, machte Trainer Mario Deppe keine Abstriche und verkündete: „Ich gebe eine 1 mit Sternchen.“ Das ist eine Supernote für eine Mannschaft, die vor dem zweitletzten Spieltag noch abstiegsgefährdet war, aber Deppe hat seine Gründe. DAS ERSTE PROBLEM

Als im August die Saison begann, dachte so mancher OSC-Fan schon an Silvester, denn die Situation erinnerte an „Dinner for one“. Es war wie jedes Jahr. Den OSC hatten zwölf Spieler verlassen, und nicht alle dieser Akteure konnten gleichwertig ersetzt werden. Also musste Deppe das tun, was mühsam ist, was er aber nicht ungern macht: Neue Spieler integrieren und Akteure aus unteren Ligen sowie der eigenen Jugend an das Niveau der Hessenliga heranführen. Unter diesen Umständen, so viel war klar, wäre ein gelungener Start in die Saison ein Wunder, und tatsächlich mussten junge Spieler wie Okan Gül und Simon Kauf viel Lehrgeld zahlen, ehe sie den Anforderungen der Hessenliga gerecht wurden.

DER AUFSCHWUNG

Aber dann, nach der Winterpause, geschah das Wunder. Der OSC setzte sich von der Abstiegszone ab und legte damit den Grundstein für das Happy End in Form des Klassenerhalts. Deppes Fazit: „ Wir sind hochzufrieden, denn für einen Klub wie den OSC Vellmar ist es jedes Jahr etwas Besonderes, in der Hessenliga zu spielen.“

DAS ZWEITE PROBLEM

Nach der Saison ist vor der Saison. Im August wird in Vellmar schon wieder Silvester sein, denn dann ist es wie jedes Jahr. Enis Salkovic, Ökan Gül (beide Lohfelden), Egli Milloshaj (KSV Baunatal), Marvin Steube und Niklas Thöne (beide Kaufungen) werden den OSC verlassen, aber gleichwertiger Ersatz ist noch nicht in Sicht.

Von Gerd Brehm

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