Entscheidung verständlich

Ralf Ohm über Keims Abschied vom 1. FC Schwalmstadt zum Saisonende

Christoph Keim wirft zum Saisonende hin, steht damit als Trainer dem 1. FC Schwalmstadt nicht für einen Neuanfang in der Verbandsliga zur Verfügung.

Das ist schade, hat der 33-Jährige doch bei den Schwälmern richtig gute Arbeit geleistet und nach dem Aufstieg in die Hessenliga auch vor seiner wohl größten Herausforderung nicht gekniffen: den Laden trotz andauernder und frustrierender Erfolglosigkeit zusammen zu halten. Das gelang, doch zum Saisonende ist das Maß voll, weil er dabei zum Einzelkämpfer mutierte, der Verein ihn weitgehend im Stich ließ und bisweilen sogar Kritik an seiner aufreibenden Arbeit geübt wurde.

Das macht seine Entscheidung nachvollziehbar. Und erinnert fatal an das Ende der „Ära Sicaja“, als aus ähnlichen Gründen ein engagierter Fußball-Lehrer der Region die Brocken schmiss. Nichts gelernt also?

Der 1. FCS muss aufpassen. Mit Hans Schweigert (allerdings aus anderen Gründen) verliert der Verein einen weiteren standhaften Typ im Seniorenbereich, die 1. Mannschaft droht nach dem Abstieg auseinander zu fallen. Und spielstarke Nachrücker aus der eigenen Jugendabteilung sind nicht in Sicht.

Bei der Gründung des Großvereins aus dem TuSpo Ziegenhain und dem ESV Jahn Treysa 2003 haben sich die Initiatoren die Etablierung in Hessens höchster Spielklasse möglichst mit eigenen Talenten auf die Fahne geschrieben. Von diesem Ziel ist der FCS 2015 meilenweit entfernt.

ohm@hna.de

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