Enes Glogic und Lukas Iksal treffen im Derby der Fußball-Hessenliga zwischen Vellmar und Lohfelden

OSC erkämpft 1:1 mit letzter Kraft

Hart umkämpft: Lohfeldens Nasuf Zukorlic (links) im Zweikampf mit dem Vellmarer Okan Gül. Foto:  Fischer

Vellmar. Der erste heiße Tag nach zuletzt ganz viel Regen und Kälte hat vor allem einer Mannschaft zu schaffen gemacht: dem OSC Vellmar. Im Hessenliga-Derby gegen den FSC Lohfelden hatte Trainer Mario Deppe gerade einmal einen Ersatztorwart und drei Feldspieler auf der Reservebank. Den Part des rechten Verteidigers teilten sich gar Hessenliga-Debütant Devon Hetzger und Benjamin Musick, der eigentlich im Altherrenteam spielt und erst am Donnerstag die Freigabe aus Vollmarshausen erhalten hatte. Trotzdem erkämpften sich die personell arg gebeutelten Gastgeber im Prestigeduell am Ende ein 1:1 (0:0).

„Die Jungs haben großartig gespielt, mit so viel Herz. Da wird mir nicht bange, was den Klassenerhalt in dieser Saison angeht“, sagte Deppe. Lohfeldens Coach Otmar Velte, der sich wesentlich mehr ausgerechnet hatte, war enttäuscht: „Wir wussten natürlich von den Problemen der Vellmarer, haben uns aber das Leben selbst schwer gemacht. Erst nach dem 0:1 sind wir aufgewacht und müssen am Ende sogar mit dem Punkt zufrieden sein.“

In einem mäßigen Hessenliga-Spiel bei Temperaturen von mehr als 30 Grad hatte der OSC die ersten Chancen. Nach einem Freistoß von Enis Salkovic klärte Mentor Latifi mit dem Kopf auf der Linie (10.), wenig später scheiterte René Huneck (11.). Nach 20 Minuten kam dann auch Lohfelden besser ins Spiel und hätte bis zur Pause durch Serdar Bayrak (32.) und Mentor Latifi (35.), dessen Kopfball gerade noch von Christian Brinkmann abgefälscht wurde, ebenfalls in Führung gehen können.

Nach der Pause spielte sich vor allem der Vellmarer Enis Salkovic in den Vordergrund, der sich immer wieder über die linke Seite durchsetzen konnte und mit zwei Schüssen knapp das lange Eck verfehlte (48., 67.). „Dafür, dass wir heute kaum von der Bank nachlegen konnten, haben wir es gut gespielt. Dann verwundert es auch nicht, dass der letzte zwingende Pass seltener ankam als beim ersten Derby in Lohfelden“, sagte Salkovic.

In der 50. Minute war der Bann aber gebrochen. Wieder ging es über die linke Seite, wieder visierte der Schütze die lange Ecke an – und traf. Enes Glogic sorgte mit einem tollen Treffer für die Führung der Vellmarer. Die hatte aber nicht lange Bestand. Bereits wenig später hatte der OSC Demetrio D’Agostino im Mittelfeld aus den Augen gelassen, und der zog einfach mal aus gut 20 Metern ab – Latte. Von dort sprang der Ball vor die Linie, Lukas Iksal schaltete am schnellsten und beförderte den Ball irgendwie zum 1:1 ins Netz (55.).

„Der Punkt ist für uns definitiv zu wenig. Am Anfang haben wir gut gespielt, insgesamt aber zu wenig aus unseren Chancen gemacht“, sagte Lohfeldens Jannik Weingarten, der die letzte Möglichkeit des FSC hatte. An einem heißen Nachmittag, der auf dem Sportplatz am Schwimmbad ausgesprochen fair verlief.

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