Fußball-Hessenliga: Vellmarer unterliegen im ersten Heimspiel gegen Griesheim

0:1 – Ernüchterung beim OSC

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Unnachgiebig: Enis Salkovic (rechts) vom OSC und Griesheims Ludovic Fai.

Vellmar. Es wurde nichts mit dem nächsten Coup. Eine Woche nachdem sich die Hessenliga-Fußballer des OSC Vellmar mit dem 1:0-Derbysieg beim FSC Lohfelden einen glänzenden Auftakt zur neuen Saison verschafft hatten, unterlagen sie bei ihrer Heimpremiere gegen den SC Viktoria Griesheim mit 0:1 (0:0).

Dabei schien der Boden für einen weiteren Triumph des OSC bereitet. Der Rasen im heimischen Stadion am Schwimmbad präsentierte sich in bestem Zustand. Zudem hatte die Stadt Vellmar neue Tore aufgestellt, natürlich mit blau-weißen Netzen, den Farben des Klubs. Für all jene, die gehofft hatten, ein Spieler des OSC wäre der Erste, der den Ball darin versenken könnte, kam in der 56. Minute die Ernüchterung. Aus dem Mittelfeld heraus trieb der Griesheimer Nino Vranesevic den Ball. Als er spürte, dass sich kein Vellmarer für ihn und sein Tun interessierte, nahm er Fahrt auf, startete durch und überwand schließlich den wiederum überzeugenden OSC-Torhüter Tobias Schlöffel mit überlegtem Schuss ins lange Eck. „Ein schöner kleiner Sololauf“, betitelte Gäste-Trainer Suat Türker, früherer Torjäger von Kickers Offenbach, den Treffer etwas salopp.

Schnell steckten die Vellmarer den Schock des Rückstands weg und verpassten nach schönem Angriff über die rechte Seite nur knapp den Ausgleich. Zunächst kam Enis Salkovic zu spät, dann wurde der Nachschuss von Egli Milloshaj abgeblockt.

Immer wieder rannten die Vellmarer an und drängten auf das 1:1. Meist taten sie dies auf spielerischem Wege und griffen erst in den allerletzten Minuten zur Brechstange. Mehrmals fehlte dem OSC nur die Kaltschnäuzigkeit beim Abschluss.

Obwohl Mario Deppe das Ergebnis nicht behagte, sah er kaum Anlass zu Kritik an seiner Elf. „In der ersten Halbzeit fehlte uns die Präzision. Später haben wir großen Willen bewiesen, das Spiel noch zu drehen, und zwar mit fußballerischen Mitteln“, erklärte der Vellmarer Trainer. Was ihn am meisten ärgerte, war eine Situation aus der 49. Minute. Einen Kopfball seines Kapitäns Christian Wollenhaupt klärte Griesheims Ludovic Fai in höchster Not. Nach Ansicht von Deppe hinter der Linie. Aber die Pfeife von Schiedsrichter Marcus Rolbetzki blieb stumm.

Anderen Anlass zur Klage fand Christian Brinkmann. „Wir haben gefühlte 20 Standards, machen aber nichts draus“, befand der Vellmarer Mittelfeldspieler.

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