Kapitän des FSC Lohfelden prägt heimische Fußballszene seit 15 Jahren

300 Hessen- und Oberligaspiele: Der ewige Beyer feiert Jubiläum

Lohfelden. „Da kann ich schon stolz drauf sein“, glaubt Daniel Beyer nach seinem Jubiläum der besonderen Art. Auch wenn sich der SV Hadamar am vorigen Samstag als Spielverderber erwies und die Punkte mitnahm.

Und das ausgerechnet an Beyers 33. Geburtstag. Aber dennoch: Der Kapitän des FSC Lohfelden bestritt sein 300. Spiel in Hessen- und Oberliga. Im Folgenden äußert sich Beyer zu einigen Aspekten seiner erfolgreichen Karriere.

... über das wichtigste Spiel: „Sicher das entscheidende Spiel um den Aufstieg mit dem KSV beim FSV Frankfurt 2006. Wir mussten gewinnen, und haben es geschafft. Die Anspannung war riesig, der kleinste Fehler hätte riesige Folgen haben können.“

... über sein kuriosestes Spiel: „Vor drei Jahren führten wir mit dem FSC beim SV Wehen Wiesbaden II 2:0, lagen dann 2:4 hinten und gewannen noch 5:4. Wobei ich die beiden letzten Tore vorbereitet habe. Für Spieler und Trainer waren die vielen Fehler eine Katastrophe, für die Zuschauer war das toll.“

... über das unerfreulichste Erlebnis: „Als wir mit dem KSV 2008 die Qualifikation für die 3. Liga verpassten, obwohl der zehnte Platz in der Regionalliga dazu gereicht hätte.“

... über einen Einsatz im DFB-Pokal: „Ein Höhepunkt der Karriere, verbunden mit einer kleinen Enttäuschung. Wir spielten mit den Sportfreunden Lotte gegen den VfL Bochum, damals noch Bundesligist. Das Spiel wurde sogar bei Sky übertragen. Leider kam ich erst in der 65. Minute rein, obwohl ich vorher immer in der Startelf stand.“

... über ein Tor gegen Ralf Rangnick und dessen Hoffenheimer: „Im ersten Regionalliga-Heimspiel nach dem Aufstieg mit dem KSV 2006 trafen wir auf Hoffenheim. Nach Vorarbeit von Torsten Bauer und Jan Fiesser habe ich das Siegtor zum 1:0 gemacht.“

... über eine falsche Weichenstellung: „Sportlich bereue ich den Weggang vom KSV nach Wilhelmshaven 2008. Aber ich war Profi, und der KSV hatte nach dem verpassten Drittliga-Aufstieg keinen Plan B und durchlebte eine Findungsphase. Privat gab es nichts zu bereuen. In einer anderen Stadt auf mich allein gestellt zu sein, hat mich sehr bereichert.“

... über den beeindruckendsten Gegenspieler: „Mit Wilhelmshaven spielten wir in der Regionalliga gegen die U 23 von Hertha BSC. Ibrahima Traore, damals 17 Jahre alt und heute bei Gladbach, spielte unfassbar schnell und mit toller Technik. Es war völlig klar, dass er später in der Bundesliga auftauchen würde.“

... über die einzige Rote Karte der Karriere: „Der Schiedsrichter wertete ein Foul in Aschaffenburg als Notbremse. Aber eigentlich waren noch zwei Leute neben mir.“

Von Wolfgang Bauscher

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