Hessenliga: „Ohne Zehn“ zog sich Schlusslicht in Lehnerz gut aus der Affäre

FCS-Notelf hält eine Hälfte mit

Im Brennpunkt: FCS-Torwart Wehlmann.

Lehnerz. Es gibt Niederlagen, mit denen kann der Verlierer richtig gut leben. Das 0:5 (0:1) des Fußball-Hessenligisten 1. FC Schwalmstadt beim TSV Lehnerz war so eine. „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen“, konnte FCS-Trainer Christoph Keim mit Fug und Recht behaupten.

Der 33-Jährige musste, obwohl noch grippegeschwächt, selber ran. Denn vor dem Gastspiel in Osthessen hatte das Verletzungspech wie noch nie zugeschlagen: Zu den fünf Langzeitverletzten gesellten sich kurzfristig Timo Brauroth, Rolf Sattorov und Steven Preuß. Und unmittelbar vor dem Anpfiff signalisierten dann auch noch Steffen Bräutigam sowie Adonis Kaquri, dass ihr Einsatz keinen Sinn machen würde.

Also stand schließlich eine eine verstärkte Gruppenliga-Mannschaft beim Aufstiegsaspiranten auf dem Feld, die dem Favoriten das Siegen zunächst richtig schwer machte. Aus dem 4:3:3-System bei eigenem Ballbesitz wurde ein 5:4:1, wenn die Lehnerzer die Mittellinie überschritten. Und dann keinerlei Raum fanden, um ihr gefürchtetes Kombinationsspiel auf zu ziehen. Im Gegenteil. Das engmaschige Schwälmer Abwehrnetz provozierte Ballverluste des TSV, die insbesondere die Sechser Matthias Lutz und Steven Usljebrka (bei seinem vielversprechenden Einstand) nutzten, um einige gefährliche Gegenangriffe einzuleiten.

„Unser Umschaltspiel klappte in dieser Phase sehr gut“, freute sich Christoph Keim. Weniger gut war die Chancenverwertung. Unmittelbar vor dem 1:0 durch Renato Tusha (18.), der aus 16 Metern traf, bot sich Serkan Erdem die Chance zur FCS-Führung, doch der 20-jährige Stürmer scheiterte freistehend an Torwart Bayar. Den Ausgleich hatte er kurz vor der Pause auf dem Fuß, zielte aber genauso wie Mannschaftskamerad Ricardo Seck nicht genau genug (40.).

Ein Missverständnis zwischen Torwart Wehlmann und Abwehrchef Keim bescherte den Gastgebern das glückliche 2:0 (51.), als Dominik Rummel abstaubte. „Das war der Knackpunkt“, gestand der Spielertrainer, denn fortan übernahm der Tabellendritte das Kommando. Und profitierte von Schwalmstädter Abwehrfehlern. Dem von Rummel verwandelten Strafstoß ging ein völlig unnötiges Foul von Matthias Lutz voraus (53.).

Und beim dritten Treffer des TSV-Torjägers (84.) ließ Schlussmann den Ball nach einer Vogt-Ecke fallen. Kurz vor Schluss stellte Niklas Odenwald (88.) den Endstand her. Und damit ein erwartetes Ergebnis, was die tapfere Gegenwehr des ersatzgeschwächten Außenseiters indes nur unzureichend wiederspiegelte. (ohm) Foto: Hahn

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