Fußball-Hessenliga: FC Ederbergland vergibt beim 0:2 in Eschborn zahlreiche Chancen

„Es fehlten nur die Tore“

Chance verpasst: Carlos Arsenio (Ederbergland, rechts) scheitert an Eschborns Torwart Tobias Stehling. Links beobachten Viktor Krist (Eschborn) und Iori Shintani (FCE) die Szene. Foto: Wilfried Hartmann

ESCHBORN. Gut gespielt, aber dennoch keine Punkte: So lautete das Fazit beim Fußball-Hessenligisten FC Ederbergland nach dem Restrundenstart. Beim FC Eschborn unterlag die Preuß-Elf mit 0:2 (0:1), die Gäste zeigten allerdings eine starke Partie. Der einzige Unterschied: Eschborn nutzte seine Chancen, der FCE vergab dagegen zahlreiche gute Möglichkeiten. Wir beleuchten den Liga-Auftakt der Ederbergländer im Jahr 2015.

Der Wille

War über 90 Minuten erkennbar. Trainer Harry Preuß hat seine Mannschaft in der Winterpause fit bekommen. Selbst in der Schlussphase war für die Spieler kein Weg zu weit. Jeder kannte seine Aufgabe, erfüllte sie und dachte positiv.

Das Abwehrverhalten

War bis auf das zweite Gegentor Hessenliga würdig. „Vor dem zweiten Tor muss Michi Möllmann den Ball einfach ins Aus spielen. Aber er ärgert sich selbst am meisten. Schwamm drüber. Er hat schon so viel für den Verein getan und viele Punkte gerettet, da kann so etwas mal passieren“, stellte Preuß klar.

Das System

Hat funktioniert. Preuß ließ in einer 4-2-3-1-Formation starten. Nach sieben Minuten fiel Robin Wissemann mit Verdacht auf Kreuzbandriss im linken Knie aus. Iori Shintani kam zum Einsatz und machte ein gutes Spiel auf der linken Außenposition. Nach der Pause brachte Preuß Techniker Dominik Karge für den Wühler René Eickhoff (O-Ton Preuß) auf der Sechser-Position. „Dominik ist eher in der Lage den Ball auf Felix Nolte oder Ahmet Marankoz durchzustecken“, begründete Preuß diese Maßnahme. Auch als Preuß nach 65 Minuten Innenverteidiger Fabian Mohr raus nahm, Carlos Arsenio brachte und ein 3-2-3-2 spielen ließ, funktionierte die neue Variante.

Der Angriff

Auch hier wurde viel richtig gemacht, woran es haperte, war die Chancenverwertung: Michael Möllmann, zwei Mal Felix Nolte, Ingo Miß, Carlos Arsenio und Pavel Ricka hatten ganz dicke Dinger auf dem Fuß. Felix Nolte war dennoch mit dem Zusammenspiel mit seinem neuen Sturmpartner Ahmed Marankoz: „Ahmet ist immer anspielbar, lässt die Bälle abprallen und man kann wieder auf ihn oder andere spielen.“ Marankoz selbst war nicht zufrieden und kritisierte: „Drei Punkte und ein schlechtes Spiel wären besser gewesen. Wir haben besprochen, dass die Bälle am Sechzehner durchgesteckt werden. Dann steh ich in einer 1:1-Situation. Das wurde aber nicht gemacht. Bei langen Bällen in die Mitte freut sich nur die Abwehr.“

Der Spielaufbau

Von hinten heraus riss Janis Wolff das Spiel an sich. Seine langen Bälle sorgten, wenn sie auf die Außen kamen, für Gefahr. Dabei gelangen dem Rechtsfuß eher die Bälle auf links, wovon Shintani profitierte. Bälle auf rechts landeten dagegen zu oft im Seitenaus. Preuß lobte Wolff dennoch: „Janis hat das gut gemacht. Auch in der Bundesliga kommt nicht jeder Ball an. Aber da waren einige gute Bälle dabei, die Eschborn Probleme bereitet haben.“

Das Fazit

Das brachte Kapitän Ingo Miß auf den Punkt: „Es war fast alles richtig und gut. Gefehlt haben nur die Tore. Die müssen ab sofort gemacht werden.“ Auch Preuß sagte: „Viel falsch gemacht haben wir nicht. Leider ist nichts Zählbares herausgekommen.“

Von Wilfried Hartmann

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