Fußball-Hessenligist unterliegt trotz Überzahl Alzenau 0:1 – Gegentor nach Standard

OSC findet keine Lösung

Endlich mal kommt eine Flanke an: Vellmars Pascal Kemper (Nr. 11) bekommt gegen Nico Koukalias (links) und Luca Dähn nicht genug Druck auf den Ball. Foto: Zgoll

Vellmar. Zunächst kamen die Bälle noch scharf vors gegnerische Tor – da war allerdings kein Abnehmer. Und später, als die Fußballer des Hessenligisten OSC Vellmar sogar zahlenmäßig überlegen waren, hatten die Flanken von links, von rechts, aus dem Halbfeld und bei Eckstößen nicht mehr die Schärfe – sofern sie nicht schon vorher vom einem Verteidiger des FC Bayern Alzenau abgeblockt wurden. Das zeigt, warum die Vellmarer selbst kein Tor erzielten.

Dass sie allerdings einen Gegentreffer hinnehmen mussten und dadurch auf eigenem Platz vor 280 Zuschauern mit 0:1 (0:0) gegen den Tabellenzweiten das Nachsehen hatten, lag an einer Standardsituation der Gäste in der 50. Minute: Freistoß Koukalias, Kopfball-Ablage Dähn, Tor durch Niesigk.

„Nach der Roten Karte wollten wir unbedingt zu zehnt ohne Gegentor bleiben und über Standards zum Erfolg kommen“, sagte FCB-Trainer Jochen Seitz später. Die Rechnung des Ex-Bundesliga-Profis ging voll auf. Denn die Platzherren verzeichneten selbst nach der Hinausstellung gegen Boukhrit, der sich im Laufduell mit Pascal Kemper ein grobes Foulspiel geleistet hatte (38.), keine hundertprozentige Chance.

„Wir haben keine Offensivlösung gefunden“, bedauerte Vellmars Coach Mario Deppe. Erst in den letzten 20 Minuten, als Deppe gefühlt längst mit vier Stürmern das Glück erzwingen wollte, nahm der Druck seiner Schützlinge auf dem holprigen Geläuf zu: Die Direkt-Abnahme von Moritz Meuser ging weit neben das Tor (70.), der Volleyschuss von Dominik Lohne wurde eine sichere Beute von Gäste-Schlussmann Döbert (80.), und auch der Kopfball von Kemper nach Meuser-Flanke war harmlos (88.). „Alzenau hat gut gestanden. Und bei uns sind die Bälle nicht angekommen“, resümierte Stürmer Kemper enttäuscht. Was er aus dem Spiel mitnimmt? „Wir müssen noch mehr arbeiten.“ An Gründonnerstag (beim TSV Lehnerz) und an Ostermontag (Nordhessenderby gegen den FSC Lohfelden) warten die nächsten Aufgaben.

Stabil in der Defensive

Mut machen sollte der OSC-Elf die Defensivleistung aus der Partie gegen Alzenau. Aus dem Spiel heraus hatte der Favorit praktisch keine Einschussmöglichkeit. Der Pfostenschuss von Beinenz (18.) war eher ein Zufallsprodukt. „Wir haben so gut wie nichts zugelassen“, stellte Deppe durchaus zufrieden fest. Weswegen ein Teilerfolg für die weitgehend ebenbürtigen Vellmarer auch durchaus möglich gewesen wäre.

Doch mangelndes Selbstvertrauen erschwerte bei schwierigen Platzverhältnissen dieses Vorhaben spürbar. Das wurde vor allem bei den Flanken deutlich.

Von Björn Mahr

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