Enis Salkovic ist mit seiner neuen Rolle als Stürmer beim OSC Vellmar vollauf zufrieden

„Freiwillig gehe ich nicht“

So soll es wieder sein: Die Vellmarer Enis Salkovic (links) und Christian Wollenhaupt beim Torjubel. Foto: Malmus

Vellmar. Bei Enis Salkovic musste es immer schnell gehen. Nicht nur beim Fußball. „Als ich mit zwölf Jahren aus Serbien nach Kassel kam, konnte ich auf Deutsch nur bis zehn zählen“, erinnert sich der 25-jährige Stürmer des Hessenligisten OSC Vellmar an das Jahresende 2002.

Lange sollte das allerdings nicht so bleiben. „Nach einem halben Jahr konnte ich in der Schule alles verstehen, und ein halbes Jahr später auch entsprechend sprechen“, erinnert sich Salkovic an seine Anfangszeit in Nordhessen.

Fußballerisch ging es vom CSC 03 über den VfL Kassel nach Baunatal, aber dann erst einmal weg aus Nordhessen – nach Jena. „In der dortigen A-Jugend-Bundesliga wollte ich eigentlich fußballerisch weiterkommen“, sagt Salkovic, der sich dann doch zu einer Rückkehr nach Nordhessen entschlossen hat. Beim FSC Lohfelden fand er für drei Jahre im offensiven Mittelfeld seine neue sportliche Heimat, die allerdings nicht die Endstation war. Zu Beginn der aktuellen Saison wechselte der gebürtige Serbier nach Vellmar ins Team von Mario Deppe, der seinen Neuzugang inzwischen nicht mehr missen möchte: „Enis ist ein sehr guter Techniker, der unser Niveau deutlich hebt“, sagt der Trainer, der aus dem Mittelfeldspieler notgedrungen einen Stürmer machen musste, weil ihm die Abgänge in Vellmar keine andere Wahl ließen.

„Freiwillig gehe ich da im Moment nicht mehr weg“, sagt Enis Salkovic und meint damit genau diese Position, die ihm aktuell den siebten Platz in der Torjägerliste der Hessenliga beschert hat. Neun Tore stehen zu Buche, und an diesem Samstag sollen es gegen Buchonia Flieden (14.30 Uhr, Stadion am Schwimmbad) mehr werden, wenn es nach dem Willen seines Trainers geht: „Als Offensivspieler habe ich ihn während der Derbys gegen Lohfelden kennengelernt, und wir sind natürlich zufrieden mit der Leistung, die er bei uns jetzt abliefert“, lobt Deppe seinen Stürmer.

Der fühlt sich in Vellmar entsprechend wohl. „Ich bin in der Mannschaft super aufgenommen worden“, sagt der gelernte Physiotherapeut, der in Bad Zwesten arbeitet aber nach wie vor in Kassel wohnt und seine Tore mit beiden Füßen erzielt. „Elfmeter schieße ich allerdings am liebsten mit dem rechten Fuß“, sagt der Stürmer, für den bereits früh nach dem Realschulabschluss die Ausbildung im Vordergrund stand. „Eigentlich bin ich mit dem Erreichten sehr zufrieden, aber wir dürfen nicht nur schön spielen, sondern müssen auch gewinnen“, weiß Salkovic. Morgen gegen Flieden hat er dazu wieder die Gelegenheit.

Von Martin Scholz

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