Fußball-Hessenliga: Situation für Ederbergland spitzt sich nach 1:3 weiter zu

„Für mich war es das“

Glücklose Torpremiere: FCE-Neuzugang Ahmet Marankoz (links), hier gegen Mentor Latifi (Lohfelden) gelang zwar sein erstes Tor für Ederbergland, Punkte gab es trotzdem keine. Foto: Wilfried Hartmann

Lohfelden. War es das für den FC Ederbergland? Wenn man in die Gesichter von Spielern und Verantwortlichen nach dem 1:3 in Lohfelden geschaut hat, dann kann man den Eindruck bekommen. Eines ist klar: Die verdiente Niederlage im Kellerduell hat die Chancen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga deutlich kleiner werden lasssen.

„Für mich war es das schon“, sagte der sportliche Vorstand Horst Kziuk, der zudem nach dem Spielende die Nachricht verkraften musste, dass mit Griesheim erneut ein direkter Konkurrent beim 2:0 in Eschborn dreifach punktete. Sechs Zähler Rückstand sind es nun auf Griesheim, das derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegt.

Ein Hauptgrund der Niederlage in Lohfelden ist schnell erzählt: Es werden keine Chancen herausgespielt. Tatsächlich wurde vom FCE nur drei Mal das Lohfeldener Tor in Gefahr gebracht. Einmal gelang Ahmet Marankoz die Führung, ein Ball wurde im Strafraum verstolpert und zum dritten wurde Marankoz vor dem Abschluss ausgebremst. Klar ist: Das ist zu wenig.

Dabei hat der Verein nichts unversucht gelassen, auch offensiv die Wende zu erzwingen. In der Winterpause wurde das Team im Angriff verstärkt, mit Ahmet Marankoz kam ein von Preuß geforderter Hochkaräter. Ein Fehlgriff ist dagegen der Japaner Kazutaka Kojima, der krank anreiste und nun nach einem Armbruch nun die Saison beendet, ohne einen Einsatz in der Hessenliga zu haben.

Beim FCE fehlt vor allem die Bindung zwischen Mittelfeld und Angriff. Als es noch lief und Ederbergland die meisten seiner Punkte sammelte, war es zum Beispiel ein Carlos Arsenio, der dafür sorgte. Damals gelangen ihm zwei Tore und sieben Vorlagen. Seither hat er nur noch einen Treffer hinzugefügt, die Mannschaft nur noch ganze 13 in 21 weiteren Spielen. Horst Kziuk brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Alle wollen und machen viel dafür, können aber nicht so wie gewollt.“

Was in Lohfelden ebenfalls auffällig war: Von der noch vom ehemaligen Trainer Harry Preuß heraufbeschworenen Kompaktheit war nicht viel zu sehen. Lohfelden konnte über die gesamte Breite des Platzes aufbauen, ohne vom FCE bedrängt zu werden. Auf der anderen Seite erstickte die Lohfeldener Defensive die Ederbergländer Vorstöße oft früh.

Klar ist: Der Trainerwechsel hat nicht gefruchtet. Damit wollte der Verein neue Reize setzen – nur personell hat man das nicht getan. In Lohfelden spielte zum dritten Mal hintereinander die Mannschaft, mit der Preuß bereits beim 0:1 gegen Wehen-Wiesbaden aufgelaufen war. (zhw)

Von Wilfried Hartmann

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