Fußball-Hessenligaduell zwischen Baunatal und Lohfelden endet 2:2

Der Derby-Schnellcheck: Zweimal zurück nach Tiefschlaf

Voller Einsatz: Lohfeldens Mentor Latifi (Mitte) kommt hier vor den Baunatalern Patrick Herpe (links) und Janik Szcygiel an den Ball. Foto: Fischer

Baunatal. Kein Sieger im Derby der Fußball-Hessenliga: Der KSV Baunatal und der FSC Lohfelden haben sich am Freitagabend 2:2 (1:1) getrennt. Unser Derby-Schnellcheck:

Hat diese Begegnung den Titel Derby verdient?

Nun ja, vom Papier her war es ein Derby. Hinzu kam herrliches Fußballwetter und eine ansprechende Kulisse von 500 Zuschauern im Baunataler Parkstadion. Aber irgendwie fehlte anfangs die Würze. Immerhin: Sowohl Baunatal als auch Lohfelden suchten nach spielerischen Lösungen – Grätschen und Grasfressen stand nicht auf der Tagesordnung. Ausnahme: Die Rote Karte für Lohfeldens Pere Pavic (52. Minute). Insgesamt entwickelte sich eine ansehnliche Partie. Und im zweiten Durchgang war es dann ein echtes Derby mit ordentlich Musik drin.

Um was ging es in dieser Partie überhaupt?

Für beide Teams ging es in der Liga im Grunde um nichts mehr. Die Baunataler hatten aber einen inoffiziellen Titel als Ziel. Sie hatten sich auf die Fahne geschrieben, Derby-Meister zu werden – also jedes Nachbarschaftsduell zu gewinnen. Gegen Vellmar hatten sie zwei Siege eingefahren, im Hinspiel gegen den FSC waren sie erfolgreich, fehlte somit nur noch Derby-Sieg Nummer vier. Hat ja nun nicht ganz geklappt.

Geht das Ergebnis eigentlich in Ordnung?

Was die Zahl der Chancen anbelangt, hätte Baunatal gewinnen müssen. Die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe drängte mehr auf den Sieg. Allerdings fielen die Gastgeber vor den Gegenteffern in Tiefschlaf – sie kamen aber auch zweimal zurück. Lohfelden agierte clever und hatte auch das nötige Quentchen Glück.

Welche Szenen bleiben denn in Erinnerung?

Natürlich die Tore. Vor allem weil der erste Treffer die Chance hat, als schnellster Derbytreffer in die Geschichte einzugehen. Nicht mal zwei Minuten waren gespielt, da schlug Demetrio D’Agostino einen harmlosen Freistoß vors Baunataler Tor. Doch die Gastgeber schienen mit ihren Gedanken bereits bei einer Pfingstwanderung zu sein, sodass Linor Demaj unbedrängt abstaubte zur 1:0-Führung der Gäste. Nur zehn Minuten später – bei einer der ersten Offensivaktionen des KSV – kam Baunatals Dauerrenner Tolga Ulusoy im FSC-Strafraum zu Fall. Übeltäter: Egli Milloshaj. Den fälligen Elfmeter verwandelte Antonio Bravo Sanchez zum 1:1 (13.).

Das 2:1 für Lohfelden fiel in die Kategorie: So ist Fußball. Gerade als die Gastgeber Fahrt aufnahmen, gerade als Pavic Rot gesehen hatte, da schlugen die Gäste zu. Nach herrlichem Pass von Demaj und freundlicher Schlafmützigkeit der KSV-Deckung ließ sich Jannik Weingarten nicht zweimal bitten (58.).

Wer wird sich nach dem Spiel besonders ärgern?

Ausgerechnet der Ex-Baunataler Jarek Matys verursachte mit seinem Handspiel den zweiten Elfmeter, der zum 2:2 führte (84.). Und auch der eingewechselte Tom Samson dürfte sich in den Allerwertesten gebissen haben. Sein Schuss kurz vor Schluss krachte an die Latte und hätte die Entscheidung für Baunatal sein können.

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