„Ganz besonders motiviert“

Vor Hessenderby: Schwalmstadts Innenverteidiger Lerch im HNA-Interview

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Feiern heute ein Wiedersehen: Schwalmstadts Innenverteidiger Jannis Lerch (links) und Stadtallendorfs Torjäger Felix Erben.

Schwalmstadt. Keine Frage, für ihn ist‘s ein ganz besonderes Spiel. Für Jannis Lerch nämlich, Innenverteidiger des 1. FC Schwalmstadt, der heute (14.30 Uhr, Treysa) mit dem heimischen Fußball-Hessenligisten im Derby auf Eintracht Stadtallendorf trifft, für die der 21-Jährige vor seinem Wechsel in die Schwalm zwei Jahre am Ball war. Im HNA-Interview strahlt er durchaus Zuversicht aus.

Der Spielplan macht‘s möglich: Mit dem kommenden Derby gegen Stadtallendorf wird die Erinnerung an das 0:8-Debakel im Hinspiel wohl noch mal aufgefrischt. Schmerzt die Niederlage noch?

Jannis Lerch: Ja, so etwas bekommt man so schnell nicht aus dem Kopf heraus, zumal ich eine solche Schlappe noch nie erlebt habe.

Wie hat die Mannschaft diese Schlappe verarbeitet?

Lerch: Nach dem Spiel haben wir darüber gesprochen und unsere Fehler herausgearbeitet.

Worin lagen die?

Lerch: Wir sind mit der Dreierkette und den offensiven Außenverteidigern des Gegners, der dadurch immer wieder Überzahl hatte, nie zurecht gekommen. Dazu kam, das wir einen schwarzen Tag erwischt hatten, während bei Stadtallendorf alles passte.

Haben Sie als ehemaliger Stadtallendorfer besonders gelitten, besonders viel Spott ertragen müssen?

Lerch: Ja, das hat mich schon ziemlich mitgenommen, aber Spott musste ich nicht ertragen. Ganz im Gegenteil, meine ehemaligen Kameraden haben noch auf dem Feld versucht, mich zu trösten.

Macht die klare Hinspielniederlage bei Ihrer Mannschaft vielleicht besondere Kräfte frei, weil heute Revanche angesagt ist?

Lerch: Ganz sicher ist es für jeden von uns eine besondere Motivation, sich für diese Niederlage zu revanchieren. Dazu kommt der Derbycharakter. Das sind Umstände, die jeden dazu bringen sollten, alles aus sich rauszuholen.

Was müsst ihr spieltaktisch anders machen?

Lerch: Wir müssen gut reinkommen und gleich hellwach sein. Und unser eigenes, neues System mit Dreierkette und zwei Außenverteidigern umsetzen, was zumindest defensiv in den letzten Testspielen schon ganz gut geklappt hat.

Wie lief sonst die Vorbereitung auf die Restrückrunde?

Lerch: Eher durchwachsen. Wir hatten einige verletzte und erkrankte Spieler und konnten so häufig nur mit einem dezimierten Kader trainieren. Dafür hatten wir mit dem Kunstrasenplatz in Treysa Top-Bedingungen, was uns besonders in den ersten Spielen vielleicht zugute kommen könnte.

Wie geht eine Mannschaft in die letzten zwölf Spiele, die praktische keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hat?

Lerch: In erster Linie wollen wir wieder Spaß am Fußball haben und dabei allen zeigen, was wir wirklich können. Mein Ziel ist es, mehr Punkte als in Hinrunde zu holen.

Was fehlt Ihrer Mannschaft zur Hessenligareife?

Lerch: Wir haben in vielen Spiel zu naiv agiert. In der Hessenliga wird jeder Fehler gnadenlos bestraft, so dass wir uns viel zu viele Gegentore gefangen haben. Und vorne unsere Chancen nicht nutzten. Das führte dann in Spielen auf Augenhöhe dazu, dass wir sie fast immer verloren.

Ein Blick nach vorn. Nach dem wahrscheinlichen Abstieg wird es wohl zu einem personellen Schnitt kommen. Wie sind Ihre Pläne?

Lerch: Mein Vertrag läuft noch bis 2016. Unabhängig davon bleibe ich, wenn der Verein mich weiter haben will.

Würden Sie einen Tipp fürs Derby wagen?

Lerch: Ich denke da positiv: Wir gewinnen 2:1.

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