Was war denn da los?

Vom Grill ins offensive Mittelfeld: Nebe hilft bei Reserve aus

Half in der Reserve des KSV Baunatal aus: KSV-Chefcoach Tobias Nebe. Foto: Hedler

Tobias Nebe hatte am Sonntag eigentlich keine wichtigen Termine in seinem Kalender stehen: mittags zu Hause grillen, später dann mal beim Fußball vorbeischauen.

Und zwar beim Spiel der Reservemannschaft des KSV Baunatal in der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Steinbach. Doch dann kam es für den Chefcoach des Baunataler Hessenliga-Teams anders – er lief mit der Rückennummer 10 in der sechsthöchsten Klasse auf.

Es fing mit einem Anruf von Bernd Bilsing an. Der Trainer der zweiten KSV-Garnitur meldete sich bei Nebe, weil er krankheits- und berufsbedingt für die Auftaktpartie lediglich elf Mann zur Verfügung hätte. Bilsings Wunsch: Der Regionalliga-erfahrene Angreifer soll gegen Steinbach aushelfen. Aber Nebe zögerte: „Ich bin nicht vorbereitet.“ Und dabei ging es dem 33-Jährigen nicht nur um die mögliche Vakanz am Grill. Nach einigem Hin und Her erklärte sich Nebe aber bereit, als Ersatzspieler dabei zu sein. Allerdings hatte sich die personelle Lage beim KSV II bis zum Nachmittag weiter verschärft. Jetzt waren es nun noch zehn Akteure. So stand er bei der 1:2-Niederlage in der Startelf.

„Das war eine einmalige Sache“, betont Nebe, „mein Fokus liegt eindeutig auf dem Trainerjob.“ Ein Hintertürchen lässt er sich allerdings offen: „In der Hessenliga wäre es noch etwas Anderes. Sollte ich da merken, dass mein Einsatz dem Team gut täte, dann würde ich vielleicht noch einmal auflaufen.“

In diesen Tagen gilt seine Konzentration ausschließlich der Vorbereitung auf die Auswärtsbegegnung des Regionalliga-Absteigers am Samstag bei Rot-Weiß Frankfurt. Da der Lehrer zurzeit Ferien hat, reist er am heutigen Mittwoch in die Main-Metropole, um die Rot-Weißen bei ihrer Begegnung gegen Oberrad unter die Lupe zu nehmen.

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