Interview: Vellmars Stürmer Thomas Müller über den OSC und die Perspektiven in der Fußball-Hessenliga

OSC Vellmar: „Gut aufstehen und Gas geben“

Durchsetzungsstark: Vellmars Thomas Müller (Mitte) lässt sich in dieser Szene nicht von den Seligenstädtern Patrick Richter (links) und Larry Ransom aufhalten. Foto: Malmus

Vellmar. Der OSC Vellmar gehörte in der vergangenen Saison zu den stärksten Mannschaften der Fußball-Hessenliga. Im Moment muss sich die Mannschaft von Trainer Mario Deppe allerdings mit dem zehnten Tabellenplatz begnügen.

Und trifft zudem an diesem Samstag (15 Uhr/Stadion am Schwimmbad) auf den Zweitplatzierten Bayern Alzenau. In den vergangenen vier Spielen nach der Winterpause erzielten die Vellmarer lediglich vier Tore und konnten keinen Sieg verbuchen. Darüber und über persönliche Ziele sprachen wir mit OSC-Stürmer Thomas Müller.

Vier Spiele und kein Sieg nach der Winterpause. Geht das als normal durch, oder bleibt der OSC hinter den eigenen Ansprüchen zurück?

Müller: Von zurückbleiben möchte ich nicht sprechen, aber die Saison ist bisher eher schlecht gelaufen. Vielfach waren wir wohl unkonzentriert, aber alle Ursachen haben wir noch nicht gefunden.

Und jetzt kommt mit Bayern Alzenau der Tabellenzweite. Nicht gerade der optimale Punktelieferant, oder?

Müller: Das stimmt, aber wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir die schlagen.

Was macht man sich denn da als Stürmer so für Gedanken?

Müller: Am besten nicht so viele. Am Morgen gut aufstehen und Gas geben ist angesagt.

Seit Ende der Winterpause haben die Vellmarer Stürmer gerade mal vier Tore erzielt. Gibt es eine Offensivstrategie?

Müller: Nicht direkt. Jeder von uns – Felix Bredow, Dominik Lohne, Pascal Kemper und ich – hat seine Stärken. Wer gegen welchen Gegner spielt, entscheidet der Trainer kurz vor Spielbeginn.

In der vergangenen Saison hat der OSC oft mit einer Spitze gespielt, und die hieß Dominik Lohne. Probleme mit der Umstellung?

Müller: Ich nicht. Ich will einfach von der ersten bis zur 90. Minute spielen. Persönlich spiele ich sogar lieber mit zwei Spitzen, weil man dann nicht so auf sich allein gestellt ist.

Aber auch dann müssen zwei auf der Bank bleiben. Wie sieht es mit dem Konkurrenzdenken aus?

Müller: Wir verstehen uns gut und sehen das sportlich. Hauptsache es fallen Tore für uns.

Insgesamt kann sich ja der OSC nicht gerade über Offensivkräfte beklagen. Auch Christian Wollenhaupt und Nasuf Zukorlic sind ja auf den Außenbahnen durchaus für ein Tor gut, oder?

Müller: Auf jeden Fall. Aber uns fehlt manchmal das Spiel nach vorn. Wir sind dann zu behäbig.

Ihr Trainer sagt, dass es nur Tore gibt, wenn auch die Verteidigung stimmt. Was meinen Sie dazu?

Müller: Letztendlich sind natürlich alle beteiligt. Bei unserer Verteidigung muss man allerdings wissen, dass Marvin Kuhn und Sebastian Wagener schon seit langem zusammen spielen. Sperren und Verletzungen haben unsere Defensive allerdings schon oft durcheinandergewirbelt. Dann hat uns der eine oder andere Konter eben Probleme bereitet.

Und die persönlichen Ziele für die laufende Saison?

Müller: Siege, keine Verletzungen und ein Tabellenplatz zwischen sechs und zehn.

• Auch beim Heimspiel der Hessenliga-Mannschaft des OSC Vellmar gegen den FC Bayern Alzenau werden wieder zwei Karten für die Kurhessen-Therme verlost. Dabei gilt die Eintrittskarte als Los.

Von Martin Scholz

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