Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal patzt bei 1:2 gegen effektive Fuldaer in entscheidenden Momenten

Gute Leistung, aber kein Ertrag

Abgeblitzt: Janik Szczygiel (rechts) und der KSV Baunatal mussten sich den effektiveren Borussen aus Fulda, hier mit Benjamin Fuß, im heimischen Parkstadion beugen. Foto: Fischer

baunatal. Es war nicht der Abend des KSV Baunatal. Zunächst unterlag der Fußball-Hessenligist im heimischen Parkstadion gegen Borussia Fulda trotz guter Leistung mit 1:2 (1:1). Doch damit nicht genug. Weil die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt fleißig punktete, verschlechterte sich die Lage der VW-Städter vor dem Gastspiel beim TSV Lehnerz (Montag, 15 Uhr) zusätzlich.

Die Knackpunkte

Wieder einmal brachten sich die Baunataler selbst um die Früchte ihrer Arbeit. Felix Schäfer hatte sie in Führung gebracht, als er nach einem missglückten Kopfball von Patrick Herpe zur Stelle war (28.). Dann aber verlor Torhüter Tobias Schlöffel nach einer Ecke das Luftduell gegen den Fuldaer Vedran Jerkovic, und es stand 1:1 (43.). Auch von den Abwehrspielern des KSV war keiner zur Stelle. Vor dem Siegtor der Borussen handelten die Gastgeber im Mittelfeld leichtsinnig und verursachten dann noch einen unnötigen Freistoß. Diesen zirkelte Marcel Trägler aus 25 Metern ins Eck (79.). Eine Hauptrolle hatte zuvor noch einmal Felix Schäfer gespielt. Eine Maßflanke von Krengel nahm er aus vier Metern direkt, traf aber nebens Tor.

Oben und unten

„Wir haben uns wenig vorzuwerfen. Aber wenn du zuletzt wie Fulda viel gewonnen hast, geht so ein Freistoß rein. Stehst du unten, geht so ein Ding wie von mir daneben“, kommentierte Schäfer. Co-Trainer Manuel Pforr, der gemeinsam mit dem neuen Sportlichen Leiter Ralf-Jürgen Rößler den erkrankten und zudem gesperrten Trainer Tobias Nebe vertrat, sah es so: „Wir lassen schon in der ganzen Saison unsere Chancen aus und fangen dann den K.o. ein.“ Nicht wesentlich anders werteten die Borussen das Geschehen. „Wir haben einen guten Lauf und machen aus wenig sehr viel“, sagte Trainer Thomas Brendel und Ingmar Merle, früher in Baunatal und beim KSV Hessen aktiv, befand: „Das war von uns nicht attraktiv, aber effektiv.“ Das Duell Wolf gegen Wolf

Es hätte der Ausgleich der Platzherren sein können: Einen leicht abfälschten Freistoß-Aufsetzer von Mario Wolf drehte dessen Namensvetter Tobias – früher beim KSV Hessen – im letzten Moment noch um den Pfosten (81.). Mit Sebastian Schmeer blieb ein weiterer alter Bekannter blass. Einmal vergab er freistehend wenige Meter vor dem Baunataler Tor (54.). Die Situation

Griesheim, Dreieich, Hadamar und sogar Oberrad (gegen Spitzenreiter Watzenborn/Steinberg) gewannen ihre Donnerstagsspiele. Die Mannschaften in der Abstiegszone rückten damit noch enger zusammen. Der KSV Baunatal rutschte ab auf Rang 13, den ersten möglichen Abstiegsplatz. Allerdings trennen ihn von Dreieich auf Platz neun nur zwei Zähler. Der Ausblick

Am Montag in Lehnerz nehmen die Baunataler einen neuen Anlauf, die verpassten Punkte zu holen. Während der am Meniskus verletzte Tom Samson ausfällt, hofft der KSV auf die Rückkehr von Angreifer Nico Schrader. Manuel Pforr glaubt fest an seine Elf: „Ich war überrascht von unserem guten Spiel gegen Fulda. Und das traue ich uns auch in Lehnerz zu.“

Von Wolfgang Bauscher

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