Interview: Demetrio d’Agostino über den aktuellen Erfolg des Fußball-Hessenligisten FSC Lohfelden

Händchenhalten allein hilft nicht

Für Lohfelden seit 2012 am Ball: Mittelfeldspieler Demetrio d’Agostino. Foto: Schachtschneider

lohfelden. Beim Fußball-Hessenligisten FSC Lohfelden läuft es im Moment bestens. Das Team von Trainer Otmar Velte ist auf der Siegerstraße und steht vor dem morgigen Spiel gegen Seligenstadt (15 Uhr/Nordhessenstadion) auf dem fünften Tabellenplatz. Über die aktuelle Situation sprachen wir mit Lohfeldens Stammkraft Demetrio d’Agostino.

Vor kurzem sagte der Baunataler Antonio Bravo Sanchez über Ihren Mannschaftskollegen Adrian Bravo Sanchez, dass er auf dem besten Weg sei, so gut zu werden wie Demetrio d’Agostino. Nette Worte, oder?

D’Agostino: Das ist natürlich schon ein großes Kompliment von einem Gegenspieler. Darüber freue ich mich sehr.

Sie sind seit 2012 beim FSC. Lange war das ein gut besetztes Team, aber der Erfolg blieb aus. Was ist jetzt anders?

D’Agostino: 2012 war die Euphorie unglaublich groß, genauso wie die Erwartungen. Als diese nicht erfüllt wurden, war die Stimmung natürlich im Keller. Wir haben jetzt als Mannschaft zusammengefunden. Außerdem sind wir mit 30 Leuten in die Saison gestartet. Der Trainer hat einfach eine Riesen-Auswahl.

Es gab auch früher viel Gemotze noch während des Spiels. Ist jetzt Händchenhalten angesagt?

D’Agostino: Fast ein bisschen, aber ich glaube, dass unsere Innenverteidigung endlich stabil geworden ist und das die notwendige Routine Einzug gehalten hat. Das gibt Selbstvertrauen, denn mit Händchenhalten allein kommt man in der Hessenliga nicht weit.

Seligenstadt steht auf Platz acht. Putzt der FSC die weg?

D’Agostino: Sicher ist das nicht. Wir haben vor jedem Gegner Respekt.

Welche Marschrichtung ist jetzt angesagt? Feuer frei oder alles mit Besonnenheit?

D’Agostino: Wir wollen vor allem realistisch bleiben und die Vergangenheit nicht vergessen.

Gästetrainer loben immer mal wieder das hübsche Nordhessenstadion. Mit so einem hübschen Stadion könnte man doch auch prima in der Regionalliga spielen, oder?

D’Agostino: Bei uns spricht keiner über einen Aufstieg. Das ist überhaupt kein Thema.

Sie selbst sind 29. Was bringt die Zukunft?

D’Agostino: Mein Vertrag in Lohfelden läuft bis zum Saisonende. Vereinsführung und Trainer haben allerdings vollstes Verständnis für meine berufliche Situation, und ich fühle mich dort sehr wohl.

Von Martin Scholz

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