Orths Verletzung, Weingartens Abschied

Hessenligist FSC Lohfelden sorgt für Gesprächsstoff

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Voll erwischt: FSC-Schlussmann Tobias Orth wird nach einem Zusammenprall behandelt.

Lohfelden. Beim Saison-Ausklang in der Fußball-Hessenliga hat der FSC Lohfelden noch einmal für Gesprächsstoff gesorgt. Nicht nur wegen des 3:3 gegen Lehnerz.

Es ging noch einmal rund. Mit sechs Toren und einer dramatischen Schlussphase. Doch auch sonst bot der Saisonausklang in der Fußball-Hessenliga zwischen dem FSC Lohfelden und dem TSV Lehnerz viel Gesprächsstoff.

Keeper im Krankenhaus

Zu Saisonbeginn war Tobias Orth in die Hessenliga zurückgekehrt. Im Tor des FSC spielte er eine prima Runde. Zu seinem Pech endete sie im Krankenhaus. Bei einem Zusammenprall (25.) wurde der 32-Jährige hart getroffen und litt unter starken Schmerzen und Atemnot. Benommen wurde er abtransportiert. Inzwischen gab Orth Entwarnung. Er kam mit einer schweren Rippenprellung davon.

Unverhofftes Saisondebüt

Unverhofft kam Mathias Opfermann zum ersten Hessenliga-Einsatz. Große Aufregung verspürte der 30-Jährige nicht, als er für den verletzten Tobias Orth aufs Feld kam (32.). Und das, obwohl er während seiner Laufbahn eher als zweiter Mann wirkte. Weder in Grebenstein noch in Rothwesten oder Sand spielte er regelmäßig. „Wenn man vorher weiß, dass man spielt, ist die Nervosität groß. Aber wenn es so plötzlich passiert, hat man dafür keine Zeit“, sagte Opfermann. Nach dem Abpfiff war er dennoch erleichtert: „Ich wollte die Mannschaft nicht enttäuschen. Schön, dass wir nicht verloren haben.“

Der vermeintliche Titel

Die Lohfeldener bejubelten den vermeintlichen Sprung auf Rang neun vor dem Nachbarn KSV Baunatal. Wegen des gewonnen direkten Vergleichs wähnten sie sich bei Punktgleichheit als selbst ernannter Nordhessenmeister. Doch weil der direkte Vergleich nur bei Auf- und Abstiegsentscheidungen zählt, geht es hier um die Tordifferenz. Somit ist Baunatal „Nordhessenmeister“. Der FSC wird es verkraften.

Der Trainer

Grund zur Freude hatte auch Daniel Beyer. Der Interimstrainer war im März für Otmar Velte gekommen. Erstmals alleinverantwortlich im Amt, führte er den FSC zum Klassenerhalt und bedankte sich beim Vorstand. „Toll, dass ihr in der prekären Situation auf mich gesetzt habt. Ich hätte das selbst so nicht gemacht“, sagte er und erntete Beifall und viele Lacher. Nun räumt Beyer sein Amt für Alfons Noja und unterstützt diesen als Co-Trainer. „Trainer sein kann ich noch lange genug. Außerdem freue mich, selbst wieder zu spielen“, verkündet der 35-Jährige.

Er ist nicht der Mann für die großen Schlagzeilen. Aber er spielt immer. Egal, ob während der zwei Jahre beim OSC Vellmar oder drei beim FSC Lohfelden. Jannik Weingarten ist unverzichtbar. Und so trifft sein Abgang die Lohfeldener hart. Der 25-jährige Sechser absolviert ein Masterstudium in Freiburg.

Sie kommen zum FSC

Neben Weingarten stehen bisher keine Abgänge fest. Mit einigen Spielern verhandelt der Klub noch über eine Vertragsverlängerung. Als Neuzugänge vermeldet der FSC Tjarde Bandowski (KSV Baunatal), David Lensch (KSV Hessen II), Christian Guthof (SSV Sand) und Julian Berninger (KSV Hessen U 19). Zwei bis drei weitere sollen folgen.

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