Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal und OSC Vellmar mit großen Abstiegssorgen

Hoffen am Tabellenende

Die Zeit drängt: Baunatals Trainer Tobias Nebe. Foto: Fischer

Baunatal/Vellmar. Immer mehr Mannschaften kämpfen in der Fußball-Hessenliga um den Klassenerhalt, mittendrin der KSV Baunatal und der OSC Vellmar. Vor dem Heimspiel der VW-Städter gegen Bayern Alzenau (Samstag, 15 Uhr, Parkstadion) und dem gleichzeitigen Auftritt des OSC bei der Teutonia Watzenborn/Steinberg machen wir eine Bestandsaufnahme. Die Lage

Nachdem die Mannschaften auf den Abstiegsplätzen zuletzt punkteten, liegen zwischen dem OSC Vellmar (16./ 21 Punkte) und dem 1. FC Eschborn (26) auf Rang neun nur fünf Zähler. Der KSV Baunatal (23) ist Drittletzter. Maximal steigen fünf Klubs ab. Zieht sich der SV Wiesbaden wie angekündigt in die Gruppenliga zurück, steht er als erster Absteiger fest. Auch der TSV Steinbach spielt hier eine Rolle. Schafft der Regionalligist den Klassenerhalt, muss aus der Hessenliga ein Klub weniger den Gang in die Verbandsliga antreten. Der KSV Baunatal

Die Baunataler befanden sich vor der Winterpause auf einem guten Weg. Mit zwei Siegen gelang ihnen der Sprung ins untere Mittelfeld. Zu ihrem Leidwesen setzte sich die Aufwärtstendenz nicht fort. Aus drei Spielen gegen direkte Konkurrenten holte der KSV nur einen Punkt. Mit Alzenau kommt nun ein weiterer Mitbewerber.

Die Gründe, warum für die Baunataler derzeit zu wenig herausspringt, weiß Daniel Leipold nicht. „Es läuft eigentlich nicht anders als vor der Pause. Die nötige Qualität haben wir“, ist der Außenverteidiger sicher und betont: „Wir brauchen nicht drum herumreden. Diesmal müssen wir gewinnen.“ Nicht nur die drei Punkte möchte Tobias Nebe einfahren, sondern auch etwas gegen die steigende Verunsicherung tun. „Da passieren plötzlich Sachen, die sonst nie passieren, und die Verkrampfung steigt. Trotzdem haben wir keine Angst und freuen uns zeigen zu können, was in uns steckt“, beteuert der als Spieler nach seiner Roten Karte gesperrte Trainer. Der OSC Vellmar

Spätestens mit dem Sieg im Derby gegen Lohfelden am vergangenen Wochenende sollte das Ende der Frust-Serie angebrochen sein. Und jetzt? Steht das Gastspiel bei Teutonia Watzenborn/Steinberg auf dem Programm. Das ist kein Geringerer als der Tabellenerste.

„Die Jungs sollen sich nicht so viele Gedanken um die Tabellensituation machen“, sagt Trainer Mario Deppe über das Spiel beim Aufstiegsaspiranten. Für die Vellmarer lief es in dieser Saison von Anfang an nicht optimal – mehr als der zwölfte Tabellenplatz war in dieser Saison nicht drin. Deppe setzt jetzt nach dem Derbysieg und dem 0:0 in Eschborn auf das gestärkte Selbstbewusstsein seiner Elf, die noch vor zwei Spielzeiten die Saison als Vize-Meister der Hessenliga beendete.

Jetzt trennen die Vellmarer noch drei Punkte von einem Nicht-Abstiegsplatz, worin vor allem Kapitän Christian Wollenhaupt eine Chance sieht: „Wir brauchen einfach eine kleine Serie, denn wir sind auf Tuchfühlung mit der Konkurrenz“, sagt der 30-jährige Offensivspieler. Trotz der ungünstigen Tabellensituation hofft er darauf, dass der Motivationsschub aus dem Derbysieg anhält.

Von Martin Scholz, Wolfgang Bauscher und Sebastian A. Reichert

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