Hessenliga: Nach 2:2 in Flieden holt Vellmar zu Hause gegen Fulda drei Punkte

OSC kann Abstiegskampf

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Kein unbekanntes Flugobjekt: Vellmars Abwehrspieler Moritz Meuser (rechts) und der Fuldaer Angreifer Marcel Trägler starren gebannt auf den Ball. 

Vellmar. Sie brauchten die drei Punkte dringend. Wie und unter welchen Umständen sie diese zwei Tage nach dem 2:2 (2:1) in Flieden einfuhren, nötigt Respekt ab. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga schlug der OSC Vellmar den SC Borussia Fulda 2:0 (0:0).

Die Leistung

Nicht attraktiv, aber effektiv waren die Fuldaer beim 2:1-Erfolg am Donnerstag in Baunatal. Diesmal ließen sie gleich beide Eigenschaften vermissen und verloren erstmals nach acht Spielen wieder. Ganz anders der OSC, dem allerdings allmählich die Innenverteidiger ausgehen. Allen personellen Nöten zum Trotz überzeugte er in mehrerer Hinsicht. Mit mehr Biss und Entschlossenheit demonstrierten die Vellmarer den im Abstiegskampf erforderlichen Willen. Doch nicht nur das. Sie vertrauten nicht auf den Kampf allein, sondern waren auch bemüht, über spielerische Mittel zum Erfolg zu kommen.

Der Verlauf

Schon bald tauchte der OSC mehrmals gefährlich im Strafraum der Gäste auf. Die Führung fiel auch deshalb nicht, weil es die Angreifer zu gut machen wollten und den richtigen Moment zum Abschluss verpassten. Erst nach dem Wechsel fielen die Tore. Zunächst verwertete Nasuf Zukorlic einen abgeblockten Schuss von Roger Garcia Hortigosa (47.). Dann traf der Spanier nach einem Pass von Enes Glogic überlegt zum 2:0 (60.). „Zuerst war ich überrascht, dass ich so frei war. Dann ist mir eingefallen, dass wir ja nur noch gegen zehn gespielt haben“, merkte Garcia Hortigosa an. Fuldas Benjamin Fuß hatte ihn beleidigt und die Rote Karte gesehen (39.). Gefährlich wurde die Borussia nur noch selten.

Die Innenverteidiger

Weil viele Spieler erkrankt oder verletzt waren, blieben OSC-Trainer Mario Deppe in der Abwehr kaum Alternativen. So verteidigte Marvin Steube aus der zweiten Mannschaft rechts. Früh verletzte sich mit Stefan Matzenmiller (Zerrung) der erste Innenverteidiger. Deppe stellte auf Dreierkette um. Später musste mit Mounir Boukhoutta auch der letzte gelernte Innenverteidiger nach einer überflüssigen Abwehraktion mit Verdacht auf Bänderriss vom Feld (69.). Steube wechselte nach innen, Kapitän Christian Wollenhaupt verteidigte rechts. Für die ungewohnte Position musste sich Wollenhaupt später noch ein wenig Spott gefallen lassen. „So ist das im Fußball. Wenn die Leute alt werden, müssen sie hinten spielen“, sagte OSC-Manager Thomas Kneuer.

Heimspiel für den OSC Vellmar gegen den SC Borussia Fulda

Das Spiel in Flieden

Beim 2:2 bei Buchonia Flieden lag der OSC durch Zukorlic (36.) und Salkovic (40.) schon 2:0 vorn. Zuvor hatten die Osthessen viele Gelegenheiten vergeben. Meist scheiterten sie an Hannes Peschutter im OSC-Tor, der für den am Oberschenkel verletzten Tobias Orth gekommen war (13.). Kurz vor dem Pausenpfiff glückte Fliedens Fabian Schaub der Anschlusstreffer (45.+2). Julian Ankert glich zum 2:2-Endstand aus (59.).

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