Hessenliga: Schwalmstadt braucht neue Trainer – Samstag kommt Wehen-Wiesbaden II

Keim geht im Sommer

Gibt bald nicht mehr den Ton beim 1. FC Schwalmstadt an: Spielertrainer Christoph Keim, der eine Pause einlegen und sich lieber Frau Yvonne und den beiden Kindern widmen möchte. Foto: Hahn/nh

Ziegenhain. Schwierige Zeiten für den 1. FC Schwalmstadt: Nach Reserve-Coach Hans Schweigert (wir berichteten) wird auch Spielertrainer Christoph Keim sein Amt im Sommer niederlegen.

Das gab der 33-Jährige vor der Partie des bereits abgestiegenen Fußball-Hessenligisten 1. FC Schwalmstadt gegen den SV Wehen-Wiesbaden II (Sa. 15 Uhr, Herbert-Battenfeld-Stadion) bekannt.

„Es sind viele Kleinigkeiten, die zu meiner Entscheidung geführt haben. Ich wünsche dem Verein, dass in Zukunft mehr gehandelt und nicht nur geredet wird“, sagt Keim, der sich als Einzelkämpfer gesehen hat und grundlegende Strukturen sowie Nachhaltigkeit beim FCS vermisst. Entlastung, etwa als Betreuer Gerhard Orth aus gesundheitlichen Gründen passen musste, hat der junge Fußball-Lehrer oft vermisst. „Finanzielle Dinge sind nicht das Problem, aber von Seiten des Vorstands sollte mehr Zeit in die Mannschaft investiert werden“, ergänzt Keim. Präsident Heinrich Gringel wollte sich auf HNA-Anfrage nur so äußern: „Es geht weiter in Schwalmstadt.“

Damit endet eine dreieinhalbjährige Beziehung, die lange Erfolg von einem Mann aus der Region, der höherklassig geschult wurde, garantierte. Keim lebt in Allendorf-Landsburg und entstammt der Jugend der JSG Landsburg. Über den Nachwuchs des KSV Hessen ging er seinen Weg in den Amateurbereich des VfL Bochum und spielte zweimal für die deutsche U 16-Nationalelf. Von 2003 bis 2009 bestritt er 165 Partien (22 Tore) für den KSV, darunter 74 (8) in der Regionalliga und war anschließend zwei Jahre Co-Trainer.

Im Januar 2012 heuerte er als Spieler in Schwalmstadt an und löste im darauf folgenden Sommer Christof Baum als Trainer ab. Zunächst verpassten Keim und der runderneuerte FCS in der Relegation den Aufstieg, ehe der Sprung in die Hessenliga 2014 nachgeholt wurde.

Seit 513 Minuten kein Tor

Die Null scheint in Stein gemeißelt zu sein. Seit fünf Spielen, genauer sogar 513 Minuten wartet Hessenligist FCS auf einen Treffer. Gegen Wehen-Wiesbaden II hat die Keim-Elf eine Rechnung offen. Im Hinspiel setzte es in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich - durch einen Treffer von Torhüter Raphael Laux.

„Wir müssen unsere Chancen jetzt auch mal nutzen“, sagt Keim. Wenigstens kann er wieder auf einen etwas breiteren Kader zurückgreifen. So steht Routinier Timo Brauroth wieder zur Verfügung.

Fehlen wird dafür Innenverteidiger Jannis Lerch. Die Einsätze von Angreifer Nils Fischer und Torhüter Julian Wehlmann sind erneut fraglich. „Wehen hat eine junge, spielstarke Mannschaft. Natürlich sind sie Favorit“, sagt Keim vor seiner Abschiedstour beim 1. FC Schwalmstadt.

Von Sebastian Schmidt und Daniel Schneider

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.