Der KSV Baunatal unterliegt Watzenborn-Steinberg nach einer 2:0-Führung mit 2:3

Kein Glück und viel Pech

Augen zu und durch: Der Baunataler Tom Samson (links) beim Kopfballduell mit Barbaros Koyuncu. Foto: Schachtschneider

Baunatal. 2:0 geführt, gut gespielt und doch verloren: Für den Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal war Freitag, der 13., am Samstag, dem 14. Die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe unterlag dem Tabellenzweiten Teutonia Watzenborn-Steinberg 2:3 (2:1).

Dabei sah der KSV noch kurz vor der Pause wie der sichere Sieger aus, denn Nico Schrader hatte zwei spektakuläre Angriffe mit zwei Treffern gekrönt. In der 20. Minute lief der Ball über Tolga Ulusoy und Janik Szczygiel, ehe Schrader aus Nahdistanz vollendete. Und beim 2:0 (38.) zeigte der schnelle Schrader, dass er auch viel Gefühl in seinem rechten Fuß hat, denn nach einem Traumpass von Antonio Bravo Sanchez lupfte er den Ball über Torwart Yannik Dauth hinweg ins Tor.

Von der Mauer abgefälscht

Nebes Mannschaft war so gut drauf, dass ihr zugetraut wurde Szymanskis Gegentreffer (45.) zu verkraften, aber in der zweiten Halbzeit hatten die Baunataler kein Glück und schließlich kam viel Pech hinzu. Es war Pech, dass der von Louis Goncalves getretene Freistoß von der Mauer zum 2:2 abgefälscht wurde (82.). Und es war auch Pech, dass Bravo Sanchez im eigenen Strafraum - unbeabsichtigt - mit seinem Gegenspieler Gino Parson kollidierte (88.).

Es war eine jener Szenen, nach denen der Schiedsrichter einen Elfmeter pfeifen kann, aber nicht muss. Florian Tesch aus Groß-Zimmern entschied sich für den Elfmeterpfiff, Denis Weinecker hatte kein Mitleid mit den gebeutelten Baunatalern und verwandelte zum Endstand von 3:2 für Teutonia Watzenborn-Steinberg, dem Klub aus Mittelhessen.

Es ehrt Baunatals Trainer Tobias Nebe, dass er den Grund für die Niederlage nicht allein auf fehlendes Glück reduzieren wollte. „Um den Freistoß, der zum 2:2 führte, haben wir geradezu gebettelt“, sagte Nebe, der seiner Mannschaft vorwarf, die Linie der ersten 45 Minuten in der zweiten Halbzeit vergeblich gesucht zu haben.

„Da haben wir doch viel zu tief hintendrin gestanden“ kritisierte der Trainer. Aber trotz der Niederlage zählt die Begegnung mit Watzenborn-Steinberg zu den besten Spielen, die der KSV Baunatal in dieser Saison absolviert hat. Sehenswert lief der Ball durch die Baunataler Reihen, und vorn war Schrader stets gefährlich.

Und schon sind wir noch mal beim Pech. Ausgerechnet Nico Schrader musste nach 81 Minuten wegen einer Oberschenkelzerrung passen, und sein Ersatzmann Kyung Ho Lee vergab kurz danach die Riesenchance zur 3:2-Führung. Jetzt hoffen die Baunataler, dass Schrader schnell wieder gesund wird, denn seinen gefährlichsten Stürmer kann der Tabellen-13. derzeit nicht ersetzen.

Von Gerd Brehm

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