0:3 – Vellmars Hessenliga-Fußballer unterliegen nach 0:1 in Stadtallendorf auch daheim gegen Lehnerz

Keine Ostergeschenke für den OSC

Hoch das Bein: Vellmars Egli Milloshaj (vorn rechts) und der Lehnerzer Alexander Reith beweisen Gelenkigkeit. Okan Gül (hinten) vom OSC beobachtet die Aktion. Foto: Fischer

Vellmar. Wer beim OSC Vellmar vor dem Osterwochenende darauf gehofft hatte, der Fußball-Hessenligist käme dem Klassenerhalt über die Feiertage einen bedeutenden Schritt näher, sah sich getäuscht. Zweimal lieferten die Vellmarer eine gute Vorstellung, zweimal standen sie nach dem Schlusspfiff mit leeren Händen da. Zunächst unterlagen sie am Samstag bei Titelkandidat Eintracht Stadtallendorf 0:1 (0:1), ehe sie sich am gestrigen Montag auf eigenem Platz dem TSV Lehnerz 0:3 (0:0) beugen mussten.

Zu fassen vermochte Mario Deppe vor allem das zweite Resultat kaum. „Wir haben heute viel richtig gemacht und taktisch sowie fußballerisch besonders in der ersten Halbzeit eine prima Leistung abgeliefert. Das Ergebnis von 0:3 ist daher kaum zu glauben“, bemerkte der enttäuschte OSC-Trainer. Zumal die Platzherren in Rückstand gerieten, als sie sich gerade wieder einmal anschickten, selbst das erste Tor der Begegnung zu erzielen.

Gegen die Osthessen, die in dieser Serie selten ihrer Ansprüche gerecht wurden, kamen die Vellmarer bald zu guten Möglichkeiten. Den kurzfristigen Ausfall von Spielmacher Enes Glogic (siehe „Am Rande“) kompensierten sie anfänglich gut. Einen Freistoß von Enis Salkovic fischte Lehnerz’ Schlussmann Benedikt Kaiser aus dem Eck, ein Kopfball von Robin Wissemann traf nicht ins Ziel, und ein Direktschuss von Okan Gül war nicht platziert genug.

Mitte der ersten Halbzeit kamen die Gäste besser in die Partie, und auch OSC-Torhüter Tobias Schlöffel musste nun hin und wieder eingreifen. Zudem unterlief den Vellmarern sowohl im Defensivverhalten als auch im Passspiel nun der ein oder andere Fehler.

Auch nach dem Wechsel hielt der OSC die Partie anfangs ausgeglichen. „Wir haben Lehnerz zu langen Bällen gezwungen und ihre Angreifer durch geschicktes Rauskommen immer wieder ins Abseits laufen lassen“, sagte Deppe. Allmählich aber geriet seine Elf, bei der sich im zweiten Einsatz binnen weniger Tage zunehmend der Kräfteverschleiß auswirkte, auf die Verliererstraße. Zunächst musste Innenverteidiger Sebastian Wagener wegen muskulärer Probleme das Feld räumen (57.). Für ihn rückte Christian Brinkmann in die Abwehrkette. Kurz darauf leistete sich der OSC in der Deckung eine Unachtsamkeit, und Julian Pecks überwand Schlöffel mit überlegtem Schuss ins lange Eck (62.). Wenig später zirkelte Marcel Trägler einen Freistoß aus 28 Metern zum 2:0 für den TSV in den Winkel (66.).

Der OSC steckte nicht auf und blieb dran. Der Anschlusstreffer blieb versagt, als René Huneck die Latte traf. Bei einem Konter gelang Alexander Reith schließlich das dritte Tor für die Gäste (82.). „Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Nach nur einem Tag Pause hatten wir einfach nichts mehr zuzusetzen“, befand Deppe.

Auch in Stadtallendorf verlor der OSC unglücklich. Dem entscheidenden Tor durch Daniel Vier (17.) ging ein Durcheinander im Vellmarer Strafraum voraus, ehe der abgeprallte Ball dem Schützen vor die Füße fiel. In der zweiten Hälfte ließen die Gäste zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich aus. Der Kampf gegen den Abstieg geht also weiter.

Von Wolfgang Bauscher

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