Der OSC feiert einen glücklichen 3:1-Sieg – Tore von Thöne, Huneck und Salkovic

Kelsterbach spielt, Vellmar trifft

Fußball oder doch Bodenturnen? Kelsterbachs Alexander Scholz fängt einen Sturz artistisch vor Stefan Matzenmiller ab. Im Hintergrund ist Sebastian Wagener zu sehen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Als Kelsterbachs Mittelfeldspieler Tatsuya Fujioka in der 66. Minute den Treffer zum 1:1 erzielt, ist das Spiel - so scheint es - für den OSC Vellmar verloren.

Es läuft nämlich die Phase, in der die Gäste haushoch überlegen sind und immer wieder gefährlich im Vellmarer Strafraum auftauchen. Wann das nächste Tor fällt, ist nur eine Frage der Zeit. Das nächste Tor in dieser Partie der Fußball-Hessenliga fällt in der 79. Minute, aber es fällt - und damit rechnet nun wirklich niemand - auf der anderen Seite. Der Torschütze heißt René Huneck, und es steht 2:1 für den OSC Vellmar. Und weil Enis Salkovic in der Nachspielzeit einen Elfmeter verwandelt, feiert der OSC einen überaus glücklichen 3:1-Sieg.

Jetzt aber der Reihe nach. Das Spiel beginnt ganz nach dem Geschmack der rund 200 OSC-Fans. Während die Gäste sofort einige hochkarätige Torchancen vergeben, landet Vellmars erster Schuss im Netz. Niclas Thöne trifft in der vierten Minute von der Strafraumgrenze mit links. Jetzt entwickelt sich ein ansehnliches und ausgeglichenes Spiel, in dem die Viktoria weiterhin mehr Torchancen hat, der OSC aber läuferisch und taktisch gut mithält. Das 3-5-2-System, das beim Umschalten auf die Defensive zu einem 5-3-2 wird, funktioniert, und es ist nicht zu übersehen, dass der neue Mann in der Dreierkette ausgezeichnet kicken kann.

Ali Rahmati ist im vergangenen Jahr aus dem Iran geflüchtet, hat dort in der ersten Liga gespielt und wohnt nun in Vellmar im Haus von Irag Ghaboulidashti, dem Bruder des den Fußballfans besser bekannten Manu Ghaboulidashti.

Es lag auch am immensen Trainingsrückstand Rahmatis, dass das Vellmarer System in der zweiten Halbzeit bei Weitem nicht mehr so gut funktionierte wie in den ersten 45 Minuten. „In der zweiten Halbzeit sind fünf Spieler viel zu weit hinten geblieben, und die beiden Stürmer haben nur noch in der Spitze auf Bälle gewartet. Das hatte zur Folge, dass die Mittelfeldspieler überfordert waren“, kritisierte Vellmars Trainer Mario Deppe das taktische Verhalten seiner Mannschaft.

Dennoch passierte - siehe oben - die unfassbare Schlusphase.

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