FSC-Verteidiger erzielt spätes Siegtor gegen Wiesbaden – Bayrak trifft doppelt

Krönung durch Keßebohm

Einfach mittendurch: Lohfeldens Siegtorschütze Roy Keßebohm ließ sich auch in dieser Szene von den Wiesbadenern Joshua Iten (links) und René Schwall nicht stoppen. Foto: Koch

Lohfelden. „Huneck“, brüllte Roy Keßebohm, Außenverteidiger des FSC Lohfelden, als er in nahezu letzter Sekunde auf der freien linken Seite nach vorn stürmte. Den Ball wollte er haben, und sein Mitspieler René Huneck legte ihm diesen aus dem Zentrum heraus perfekt in den Lauf. Keßebohm nahm ihn mit, machte noch ein paar Schritte und drosch den Ball unhaltbar ins lange Eck. Es war die letzte Aktion der Partie und das Siegtor der Lohfeldener Hessenliga-Fußballer zum 3:2 (1:1)-Heimerfolg über den SV Wiesbaden.

Keßebohm löste mit seinem ersten Saisontor unbändigen Jubel beim FSC aus. Kurz zuvor hatte Serdar Bayrak (87.) für die Lohfeldener den 2:2-Ausgleich erzielt, als er einen Eckball von Demetrio D’Agostino einköpfte. Der unermüdliche Einsatz der Gastgeber trug da erstmals Früchte und erfuhr schließlich die Krönung durch Keßebohm.

Dieser nahm die Gelbe Karte nach seinem Jubellauf mit abgestreiftem Trikot entlang der Seitenlinie gern in Kauf. „Ich stand vorher dreimal in ähnlicher Position. Als ich dann durchkam, wollte ich mal egoistisch sein und nicht abspielen“, schilderte der am Sprunggelenk wegen eines Kapselrisses dick getapte 26-Jährige das für den FSC glückliche Ende einer packenden Hessenligabegegnung.

Beide Mannschaften zeigten, dass sie zu Recht oben mitspielen und lieferten sich eine intensive Auseinandersetzung. Gut 20 Minuten benötigte der FSC, um die leichten Vorteile der Gäste auszugleichen. „Da waren wir nicht mit dem nötigen Mut bei der Sache“, beurteilte Keßebohm die Anfangsphase. Durch Ferhat Gündüz, der einen Abpraller aus 17 Metern verwertete, geriet Lohfelden ins Hintertreffen (15.). Als sie längst auf Augenhöhe mitspielten, glich Serdar Bayrak per Foulelfmeter aus (32.). Gündüz hatte Thomas Müller umgerannt.

Auch nach dem Wechsel verlangten sich beide Mannschaften alles ab. Gerade als es schien, als könne der eingewechselte D’Agostino der Partie seinen Stempel aufdrücken, legten die blitzschnell umschaltenden Gäste durch Rudi Hübner abermals vor (77). Aber der FSV steckte auch diesen Schock weg und triumphierte am Schluss.

Ungewohnt emotional wertete Trainer Otmar Velte die Vorstellung seiner Elf, die nun Fünfter ist. „Die Mannschaft hat genau das gemacht, was ich von ihr erwarte und worauf wir in vielen Gesprächen hingearbeitet haben. Sie hat sich nie aufgegeben, obwohl sie zweimal hinten lag. Darauf bin ich stolz“, sagte er.

Von Wolfgang Bauscher

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