Fußball-Hessenliga: Der KSV Baunatal holt gegen den FC Bayern Alzenau drei wichtige Punkte

Mit kuriosem Tor zum 1:0-Sieg

Laufduell der grünen Schuhe: Alzenaus Sahin Tasgin (links) und Jonas Spengler. Foto: Schachtschneider

baunatal. Der 1:0-Sieg des KSV Baunatal über den FC Bayern Alzenau ist verdient und glücklich zugleich.

Ein Widerspruch?

Nein. Verdient ist der Erfolg, weil der KSV die bessere Mannschaft hatte, und glücklich ist der Sieg, weil das Tor des Tages nur mit der großzügigen Hilfe des Alzenauer Torwarts Ricardo Döbert möglich war.

Im Baunataler Parkstadion läuft die 36. Minute, als Nico Schrader auf der Torauslinie in den Strafraum eindringt. Jetzt will er mit einem Rückpass einen Mitspieler einsetzen, aber keiner ist mitgelaufen. Also versucht Schrader das schier Unmögliche, denn er will aus spitzem Winkel das Tor treffen. Das gelingt, und weil Döbert schläft, rollt der Ball ins Netz. Der KSV Baunatal führt 1:0, und dabei bleibt es bis zum Schlusspfiff.

Später erklärt Trainer Tobias Nebe, der wegen einer Sperre nicht auf der Spielerbank Platz nehmen durfte, warum die rund 150 Zuschauer einen langweiligen Samstagnachmittag hatten. „Im Abstiegskampf ist es wichtig, auf eine stabile Abwehr zu setzen. Hinten sollte die Null stehen, und vorn haben wir auf Konterchancen gelauert.“

Nun konnten die Baunataler zwar nicht grundsätzlich mit der Hilfe des Alzenauer Torwarts rechnen, aber wer mitten im Abstiegskampf steckt, der braucht auch mal eine glückliche Fügung, um drei Punkte einzusammeln. Dass dies gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller gelungen ist, macht Nebe und seine Spieler umso glücklicher.

Besonders freute sich der Baunataler Trainer darüber, dass die Defensivarbeit seiner Mannschaft ohne Fehl und Tadel war. Und es waren diesmal die Innenverteidiger Niklas Hanske und Mario Wolf, die herausragten.

Aber auch Spieler wie Nico Schrader und Felix Schäfer, die nominell eher in der Offensive agieren sollten, erinnerten sich immer wieder an die Devise, dass hinten die Null stehen sollte.

So kam es, dass der FC Bayern Alzenau nicht nur kein Tor schoss, sondern auch keine einzige Chance hatte, um einen Treffer zu erzielen. Torwart Pascal Bielert, der für den angeschlagenen Tobias Schlöffel zwischen den Pfosten stand, war nur einmal am Ball und wirkte dabei ziemlich unsicher. Anstatt die harmlose Flanke abzufangen, entschied sich Bielert für eine Faustabwehr und hätte damit dem FC Bayern beinahe seine einzige Torchance ermöglicht.

Nun gilt es für die Baunataler, wieder die angemessene Balance zwischen reiner Abwehrarbeit und kreativem Spiel in die Richtung des gegnerischen Strafraums zu finden.

Von Gerd Brehm

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