Hessenliga: FCS-Coach Keim fordert Charakter

Kutzner wieder da, Trio ist fraglich

Stevan

Seligenstadt. Sie wissen, dass ihr Abstieg längst besiegelt ist. Dass sie acht Spieltage vor Rundenende in der Fußball-Hessenliga bei 17 Rückstand auf den Vorletzten FC Ederbergland wohl Schlusslicht bleiben werden. Dennoch verlangt Christoph Keim, der Spielertrainer des 1. FC Schwalmstadt, mehr denn je Charakter von sich und seinen Schützlingen und möchte in der Partie bei den Sportfreunden Seligenstadt (Mo. 15 Uhr) punkten.

„Wir müssen die Situation offensiv angehen und zeigen, dass wir einen Hintern in der Hose haben. Selbst wenn wir ein Gegentor fangen, darf uns das nicht beeindrucken“, erklärt Keim. Also kein Blick zurück auf das jüngste 0:4 gegen RW Darmstadt, sondern vielmehr ein Beispiel am 0:0 zuvor in Eschborn und dem torlosen Remis im Hinspiel nehmen.

Offen allerdings, in welcher Besetzung die Schwälmer das Unterfangen angehen können. Beim heutigen Abschlusstraining wird sich zeigen, ob Keim (Wadenverhärtung), Steven Preuß (Oberschenkelbeschwerden) und Torwart Julian Wehlmann (Schulterbeschwerden) mitwirken können. Fehlen wird Timo Brauroth (privat verhindert), dafür winkt Neuzugang Stevan Usljebrka ein Platz in der Startelf. Von den Langzeitverletzten dürfte Kevin Kutzner in den Kader zurückkehren. Coach Keim ist daneben froh, dass er mit Karlo Seck, dem Vater der Brüder im Kader (Ricardo, Fabian und Alessandro), einen Mann gefunden hat, der zwar nicht offiziell Co-Trainer, dafür aber „unterstützende Kraft auf dem Platz und eine interessante Personalie für die Zukunft des Vereins ist.“

Ebenso motiviert sind die Gastgeber. „Wir haben uns leider in die Situation gebracht, dass wir gewinnen müssen. Es gibt keine Ausreden“, sagt Klaus Reusing, dessen Team als Zehnter noch abstiegsgefährdet ist. Der Coach der Sportfreunde, früher jahrelang bei Bayern Alzenau tätig, spielt auf die jüngsten Niederlagen in Stadtallendorf (1:4), gegen Lehnerz (1:2) und gegen Eschborn (0:2) an.

Gegen Lehnerz verletzte sich Torjäger Peter Sprung (17 Treffer), dessen Einsatz wegen eines Muskelfaserrisses erneut fraglich ist. Alternativ stehen Marcel Kopp und Enrico di Natale parat, der für die Reserve in der Kreisoberliga Offenbach schon 22 Mal getroffen hat. Zudem schmerzt seit drei Wochen der Ausfall von Kapitän Christoph Stefani (Adduktorenbeschwerden). (sbs) Foto: Hahn

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