Vellmar hält gegen Stadtallendorf nur in der ersten Halbzeit mit – nun Letzter

Langsam wird’s Kopfsache

Schneller am Ball: OSC-Torwart Hannes Peschutter (rechts) klärt vor Stadtallendorfs Doppeltorschützen Dominik Völk. Foto:  Fischer

Vellmar. Rund um den Vellmarer Sportplatz am Schwimmbad herrschte am Samstagnachmittag trotz goldenen Oktoberwetters triste Novemberstimmung. „Das ist kein schöner Tag“, sagte OSC-Trainer Mario Deppe nach der deftigen 1:6 (1:2)-Pleite gegen Eintracht Stadtallendorf. Durch die Niederlage rutschte Vellmar auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Hessenliga ab. Nicht nur deshalb wählte Deppe Worte wie deprimierend und enttäuschend.

Vellmars Moritz Meuser sprach von einer Niederlage, „die richtig wehtut“. Denn bis zum Samstag befand sich die junge OSC-Mannschaft spielerisch im Aufwind. „Aber heute war das katastrophal. Das ist ein herber Rückschlag“, sagte der Außenverteidiger niedergeschlagen. Dabei sah es nach 45 Minuten gar nicht so schlecht aus für den Außenseiter aus Nordhessen.

Nach dem frühen 0:2-Rückstand durch die Treffer von Jascha Döringer (7. Minute) und Laurin Vogt (13.) „haben wir uns schnell gefangen“, sagte Meuser. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, und der OSC erarbeitete sich vier, fünf gute Möglichkeiten. Doch sowohl Nasuf Zukorlic (43.) als auch Jonas Springer (45.) scheiterten an Gästetorwart Manuel Bachmeier. Nur Enis Salkovic traf in der 27. Minute vom Elfmeterpunkt und verkürzte auf 1:2 aus Vellmarer Sicht.

Die Lage war also keinesfalls aussichtslos für die Gastgeber. Doch kurz nach der Pause schlugen die Oberhessen erneut eiskalt zu – dieses Mal bestrafte Dominik Völk einen bösen Schnitzer von OSC-Verteidiger Maik Siebert (50.). Dieses Tor zum 1:3 habe seinen Spielern den Willen gebrochen, sagte Deppe. Angesichts der prekären Situation sei es langsam auch eine Sache des Kopfes, ergänzte der Trainer: „Da müssen wir nun ansetzen. Die Jungs müssen in den nächsten Spielen zeigen, dass sie Kerle sind.“

Gegen kämpferisch starke und früh attackierende Stadtallendorfer schafften es Deppes Jungs am Samstag aber nicht mehr, sich aufzubäumen. Erneut Vogt (58.) und Völk (67.) nutzten die Lücken in der Vellmarer Deckung zum 5:1 für die Eintracht. Der eingewechselte Valon Ademi machte das halbe Dutzend voll (83.) und setzte den Schlusspunkt in einer Partie, die im zweiten Durchgang mehr als einseitig war.

Keine Frage, Stadtallendorf präsentierte sich in Vellmar wie eine Spitzenmannschaft und zeigte eindrucksvoll, warum sie Tabellenzweiter ist. Vellmars Trainer Deppe hingegen musste feststellen, „dass man heute gesehen hat, warum wir da unten stehen“. Der OSC erlebt harte Zeiten.

Von Robin Lipke

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