Fußball-Hessenliga: Lohfelden dreht das Spiel gegen Ederbergland und gewinnt 3:1

Latifi leitet Wende ein

Stark in der Luft: Lohfeldens Verteidiger Mentor Latifi (links) gewinnt das Kopfballduell gegen Ahmet Marankoz vom FC Ederbergland. Foto:  Schachtschneider

Lohfelden. Derbys liegen dem FSC Lohfelden. Nach dem 1:0 gegen den OSC Vellmar am Ostermontag hat der Fußball-Hessenligist nachgelegt und am Samstag das nächste Nachbarschaftsduell gewonnen.

Gegen den FC Ederbergland machte die Mannschaft von Trainer Otmar Velte aus einem 0:1-Rückstand zur Pause einen verdienten 3:1-Sieg. „Wir haben Moral bewiesen und in der zweiten Hälfte eine Schippe draufgelegt“, sagte Mentor Latifi. Lohfeldens Verteidiger leitete mit seinem Kopfball-Tor zum 1:1 (49. Minute) die Wende ein.

Und diesen Treffer hatte Latifi sogar angekündigt. Beim Warmlaufen habe er seinem Verteidiger-Kollegen Vyacheslav Petrukhin gesagt, „dass es mal wieder Zeit wird, dass ich ein Tor mache“. Gesagt, getan. Danach lief es bei den Gastgebern wesentlich besser, vor allem spielerisch. Im ersten Durchgang hingegen „haben wir nach vorn überhaupt nichts auf die Reihe gekriegt“, bilanzierte Latifi. Und weil die Lohfeldener Defensive in der 12. Minute ein kurzzeitiges Nickerchen hielt, geriet der FSC durch den Treffer von Ederberglands Ahmet Marankoz auch noch in Rückstand.

Im Anschluss bekamen 220 Zuschauer im Nordhessen-Stadion fußballerische Magerkost vorgesetzt. Die Gäste aus Waldeck-Frankenberg gingen giftig in die Zweikämpfe, Lohfelden fand dagegen kein Rezept und keine Lücke in Ederberglands Deckung. Wenn es mal hätte gefährlich werden können, agierten die Gastgeber zu fahrig und umständlich.

Aber es gab ja noch den zweiten Durchgang. Und es gab Latifi, der nach einer Flanke von Demetrio D’Agostino an den Ball kam und FCE-Schlussmann Sebastian Wack keine Chance ließ. Lohfelden bestimmte das Geschehen. „Wir haben eine deutliche Reaktion gezeigt“, freute sich Trainer Velte. Der FSC kämpfte, der FSC wollte, der FSC rannte an – und wurde belohnt, als Linor Demaj mit einem sehenswerten Volleyschuss das 2:1 erzielte (59.).

Ausgerechnet Demaj. An dem 21-Jährigen war die Partie komplett vorbeigelaufen, an der Seitenlinie stand schon Egli Milloshaj für die Einwechselung bereit. Aber seine letzte Aktion hatte es in sich. „Manchmal reicht halt eine gute Aktion“, sagte der Torschütze augenzwinkernd. Nach dem schönsten Angriff des Spiels über Daniel Beyer und Enis Glogic sorgte Jonas Spengler schließlich für das 3:1 (73.) und die Entscheidung.

Mit dem zweiten Derbysieg innerhalb einer Woche haben sich die Lohfeldener ein klein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. Und in zwei Wochen steht sogar noch ein Derby gegen Schwalmstadt ins Haus.

Von Robin Lipke

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