Fußball-Hessenligist verschafft sich nach dem Erfolg beim FC Ederbergland etwas Luft

2:1 – Lohfelden jubelt spät

Da kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Nach dem 2:1-Siegtreffer in der 90. Minute springen die Lohfeldener Ersatzspieler auf, und auch Trainer Otmar Velte (rechts) ist sichtlich erleichtert. Foto:  zhw

BATTENBERG. Die Krisensitzung hat gewirkt. Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden hat 2:1 (1:1) beim Ligakonkurrenten FC Ederbergland gewonnen und sich damit einen Drei-Punkte-Abstand vor der Abstiegszone erarbeitet. „Wir sind von der 1. bis zur 90. Minute als Team aufgetreten“, sah Lohfeldens Mannschaftskapitän Roy Keßebohm den Unterschied zu den letzten Auftritten und den Hauptgrund für den Sieg.

Tatsächlich hatte seine Mannschaft mehr Aggressivität in den Aktionen und stellte körperlich und spielerisch die stärkere Formation. Nach nur fünf Minuten setzte Lukas Iksal den Ball aus halbrechter Position übers Tor. Dennoch musste die Velte-Elf einem Rückstand hinterherlaufen. Niemand fühlte sich für Ederberglands Innenverteidiger Pavel Ricka bei einem Freistoß zuständig. Ricka köpfte das Leder ungehindert zum 1:0 in die Maschen (19.). Nur einmal ließ das überragende Innenverteidiger-Duo Mentor Latifi und Roy Keßebohm noch eine Großchance der Gastgeber zu (28.), als Daniel Gora freistehend den Ball über den Kasten des überwiegend beschäftigungslosen Andre Schreiber setzte.

„Wir haben ein ganz tolles Spiel gemacht, viel Druck aufgebaut und an unsere Chance geglaubt“, umriss Otmar Velte kurz die Gründe für den Sieg. Allerdings musste ein Abwehrfehler herhalten, ehe der Ausgleich gelang (41.). Ein fehlerhaftes Zuspiel der Ederbergländer Deckungsreihe landete bei Serdar Bayrak, der trocken einnetzte. Längst hatten die FSC-Kicker das Kommando auf dem Feld übernommen, ließen Ball und Gegner laufen, was diesem sichtlich schwerer fiel als dem Gast im Battenberger Entenpark. Was fehlte, war eigentlich nur noch der entscheidende Treffer.

„Wir haben lange Zeit die Situationen zu zögernd ausgespielt“, fand Keßebohm, während Velte FCE-Keeper Hartmann für das langanhaltende Remis verantwortlich machte: „Er hat mit seinen Paraden verhindert, dass wir nicht schon früher mit 3:1 oder 4:1 in Führung lagen.“ So scheiterte allein Lukas Iksal mehrfach an Hartmann. Als nach 81 Minuten der Ederbergländer Torschütze Ricka nach einem Foulspiel mit der Ampelkarte vom Feld musste, blies der FSC zur Schlussoffensive. Die fand schließlich mit dem Schuss des eingewechselten Dominik Schneider (90.) sein glückliches aber hochverdientes Ende.

Von Wilfried Hartmann

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