Hessenliga: FSC spielt bei 3:0-Heimsieg über Kelsterbach konsequent und schnörkellos

Lohfelden kann auch Kampf

FSC-Quintett mit drei Torschützen: Die Lohfeldener (von links) Demetrio D’Agostino , Tolga Ulusoy, Dominik Schneider, Serdar Bayrak und Lukas Iksal bejubeln einen ihrer Treffer. Foto: Koch

Lohfelden. Der Kapitän gab den Takt vor. Roy Keßebohm ging als erster die Treppen der Tribüne des Nordhessenstadions zum Platz hinunter, wo er jeden einzelnen seiner Mitspieler begrüßte und auf die Hessenligapartie gegen Viktoria Kelsterbach einstimmte. Offensichtlich mit Erfolg, denn die Fußballer des FSC Lohfelden bewiesen vom Anpfiff weg, dass sie auch Kampf können. Nach 90 Minuten hatten sie die Gäste 3:0 (2:0) bezwungen und Rang zwölf, den ersten Nichtabstiegsplatz, behauptet.

Die als Vorletzter so gut wie abgestiegene Viktoria präsentierte sich, zumal stark ersatzgeschwächt und ab der 50. Minute in Unterzahl, als harmloser Kontrahent. FSC-Torhüter André Schreiber war nahezu ohne Beschäftigung. Den ersten Schuss musste er in der 86. Minute parieren. Leicht fiel den Gastgebern der Sieg dennoch nicht. Aber sie zeigten den zuvor häufig vermissten Willen und legten die im Abstiegskampf nötige Kompromiss- und Schnörkellosigkeit an den Tag.

Früh lief der FSC den Gegner an und gewährte ihm wenig Zeit zum Aufbau. Kelsterbach ließ sich beeindrucken und jegliche Stabilität vermissen. Schnell spielte Lohfelden die eroberten Bälle nach vorn und überraschte die Gäste-Abwehr immer wieder, auch wenn nicht jeder Pass oder weite Schlag einen Abnehmer fand. War Lukas Iksal zunächst knapp gescheitert (10.), so traf Tolga Ulusoy nach Ecke von Demetrio D’Agostino zum 1:0 (12.). Bald darauf machte es Iksal besser und baute die Führung aus (19.).

Nach dem Wechsel musste Kelsterbachs Atay Koustar nach der zweiten Gelben Karte gehen (50.). War dies noch nicht die Entscheidung, so führte D’Agostino sie herbei. Schnell lief der Ball durch die Reihen, ehe der Mittelfeldspieler mit trockenem Flachschuss zum 3:0 traf (65.).

„Die Mannschaft hat bewiesen, dass es in ihr stimmt. Sie hat miteinander gespielt und das Notwendige getan, auch wenn ihr die spielerische Leichtigkeit fehlte“, befand Otmar Velte. Was unter dem Druck des Gewinnenmüssens allerdings auch kaum verwunderte. Wichtiger war dem FSC-Trainer, „dass wir uns über die Zweikämpfe Respekt verschafft haben“.

Während Keßebohm und Serdar Bayrak angeschlagen in die Partie gegangen waren und dennoch lange durchhielten, fehlten die verletzten Nasuf Zukorlic und Vyacheslav Petrukhin ganz. Doch der FSC kompensierte all dies, wobei wiederum Dominik Schneider und Maximilian Blahout in der Innenverteidigung überzeugten. „Sie haben jetzt bereits zum dritten Mal zu Null gespielt“, lobte Velte das kürzlich neu formierte junge Duo. Bevor es für beide brenzlig werden konnte, hatte Jannik Weingarten auf Sechs schon viele Situationen bereinigt.

Mit vereinten Kräften tat der FSC also den nächsten Schritt. Weitere müssen laut Velte folgen: „Nach zweiwöchiger Pause spielen wir gegen die direkte Konkurrenz aus Steinbach und Ederbergland.“

Von Wolfgang Bauscher

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