Gegen bärenstarken SC Dreieich - Fünfte Pleite in Folge

Hessenligist FSC Lohfelden rennt bei 0:5 in Dreieich ins Verderben

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Abgemeldet: Lukas Iksal (rechts) vom FSC kommt gegen Dreieichs Ljubisa Gavric zu spät.

Lohfelden. Nach dem Abpfiff herrschte Ratlosigkeit. 0:5 (0:1) hatte der FSC Lohfelden sein Heimspiel der Fußball-Hessenliga verloren.

Und auch wenn die Gäste von Spitzenreiter SC Hessen Dreieich ihre Extraklasse bewiesen, taten sich bei den Platzherren neben wenigen positiven Aspekten doch wiederum einige Baustellen auf.

„Wir sind zumindest teilweise wieder mehr als Team aufgetreten als zuletzt in Frankfurt. Aber es passt einfach nichts richtig zusammen, und wir haben noch viel Luft nach oben“, erklärte Trainer Otmar Velte.

Eine Viertelstunde lang hielt seine Elf gegen. Doch als Innenverteidiger Maurice Fiolka beim Rettungsversuch auf der Linie im Duell gegen Dreieichs Torjäger den Ball ins eigene Netz lenkte, geriet sie in Rückstand (17.). Mehrmals konnte sich FSC-Schlussmann Tobias Orth auszeichnen, ehe er durch André Fliess erneut bezwungen wurde (51.). Nachdem die Gastgeber durch Nasuf Zukorlic (72.) und Hüseyin Cakmak (77.) ihre ersten Chancen hatten, kassierten sie nach dem 0:3 durch Yves Böttler (83.) noch weitere Gegentreffer durch Zubayr Amiri (87.) und Toni Reljic (88.).

„Mich ärgert der Ballverlust vor dem 0:2 und dass wir nach dem 0:3 auf das 1:3 gedrängt haben, anstatt hinten dichtzumachen“, sagte Velte. Letzteres fand Dreieichs Trainer Rudi Bommer nicht verwunderlich. „Wenn es nicht so wäre, wäre es nicht normal“, befand der Ex-Nationalspieler. Zumal in diesen Momenten die Lohfeldener ohnehin als Verlierer feststanden.

Mehr Anlass zur Sorge hat Velte bezüglich der Form vieler seiner Spieler. „Wo sind die Leute, die in der Vorrunde unser Spiel getragen haben?“, lautete seine fast flehentliche Frage. Neben Orth behaupteten sich oft nur die Außenverteidiger Daniel Beyer und Roy Keßebohm. Wenig Wirkung erzielte das Mittelfeld. „Einige dort können einen guten Ball spielen. Aber als das Schiff unterging, waren sie nicht mehr zu sehen“, sagte Bommer etwas blumig.

Einer der besagten Mittelfeldspieler, Tolga Ulusoy, sah es so: „Wir spielen alle schlechter als zuvor, auch ich. Es läuft bei keinem. Warum weiß ich nicht. Vielleicht spielt auch die Angst allmählich mit.“ Keine Rolle hätte die Aufregung um den angeblichen Rücktritt des Trainers am vorigen Wochenende gespielt: „Das Thema war ja schon am Montag erledigt.“

Nicht erledigt ist die Negativserie des FSC. Die Pleite gegen den diesmal aufstiegswilligen Titelfavoriten war die sechste in Folge.

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