Fußball-Hessenliga: FSC findet beim 1:1 gegen Griesheim nur einmal die Lücke

Lohfelden tut sich schwer

Glückwünsche von den Mannschaftskameraden: Rafal Gorczyca (Zweiter von rechts) nach seinem Tor zur 1:0-Führung. Foto: Koch

lohfelden. Wer am Samstag nach dem Schlusspfiff die Szenerie im Lohfeldener Nordhessenstadion beobachtete, musste den Eindruck bekommen, dass die Fußballer des FSC gegen Viktoria Griesheim eine böse Packung kassiert hatten. Dabei endete diese Hessenliga-Partie 1:1 (1:0). Dennoch lagen die Spieler enttäuscht auf dem Rasen, und wenig später wetterte Trainer Otmar Velte in einer Art, die locker als Wutausbruch durchging. Seine Mannschaft sollte sofort in die Kabine.

Als Grund für die Sonder-Ansprache nannte der Lohfeldener Coach das: Es sei ihm gegen den Strich gegangen, dass sich seine Jungs in manchen Situationen nicht als Kollektiv präsentiert haben. Er wollte also noch mal an den Teamgeist appellieren. So weit, so einleuchtend. Ungeachtet dessen hat sich Lohfelden gegen die kompakte Griesheimer Defensive richtig schwergetan, sodass der Punkt für Velte am Ende in Ordnung ging. Immerhin hat sich der Vorsprung auf die Südhessen nicht verringert, und der als Ziel ausgegebene einstellige Tabellenplatz ist nach wie vor in Reichweite.

Lohfeldens Rafal Gorczyca sprach allerdings von zwei verlorenen Punkten. Angesichts des optischen Übergewichts wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen, sagte der Mann, der im Winter zum FSC stieß und am Samstag seinen ersten Treffer für die Nordhessen erzielte. In dieser 27. Minute fand der Gastgeber zum ersten Mal die Lücke in der Griesheimer Deckung. Mithilfe eines Doppelpasses überwanden Daniel Beyer und Enis Salkovic die Fünferkette, Salkovic passte von der Grundlinie quer, und Gorczyca verwandelte zur 1:0-Führung.

Ansonsten bissen sich die Lohfeldener am disziplinierten 5-4-1-System der Gäste die Zähne aus – und für die 150 Zuschauer war schnell klar, warum Griesheim zehn Spiele in Folge nicht verloren hatte. Der FSC hatte sogar Glück, dass er nicht in Rückstand geriet. Mentor Latifi rettete in höchster Not auf der Linie (24.). Und wenige Minuten nach der Führung klatschte ein Kopfball von Griesheims Fabian Hinterschied an den Pfosten (36.). Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es dann aber so weit: Bei einem langen Diagonalpass schlief die Lohfeldener Hintermannschaft, Aret Demir sagte Danke und überlistete FSC-Keeper Timo Bauernschmitt mit einem gekonnten Heber (49.).

Nach kurzer Schockstarre berappelten sich die Gastgeber. Allerdings blieb vieles Stückwerk, nach Balleroberung liefen die Angriffe zu behäbig, die meiste Gefahr ging von Einzelaktionen aus. Enis Glogic hatte das 2:1 auf dem Fuß, als er allein auf Griesheims Torwart Robin Schwarz zulief (77.). So blieb es bei einer unterm Strich gerechten Punkteteilung.

Von Robin Lipke

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