Hessenpokal-Achtelfinale: 2:1 – Lohfeldens Joker stechen

Den Ball fest im Visier: Lohfeldens Serdar Bayrak (links) und Baunatals Nico Schrader liefern sich in dieser Szene ein packendes Laufduell. Fotos: Schachtschneider

Lohfelden. Sieger-Pogo Marke FSC: Wie begeisterte Musikfans bei einem Rockkonzert hüpften die Lohfeldener Fußballer nach dem Schlusspfiff des Hessenpokal-Achtelfinales gegen den Hessenliga-Rivalen KSV Baunatal über das Feld.

Und ihr ausdrucksstarker Jubeltanz war absolut verständlich. In einer packenden Schlussphase wandelten die Schützlinge von Trainer Otmar Velte den 0:1-Pausenrückstand in einen 2:1-Erfolg um.

Thomas Müller

„Unser großer Kader ist wirklich ein Segen“, frohlockte Velte, während seine Mannen ein paar Meter entfernt immer noch auf dem Rasen herumtollten. Klar, er hatte in der zweiten Halbzeit zwei neue Kräfte gebracht – und Thomas Müller und Jaroslaw Matys drehten mit ihren Joker-Toren die Partie. „In der zweiten Halbzeit“, ergänzte der Fußball-Lehrer, „haben wir gezeigt, was uns ausmacht. Wir haben immer an uns geglaubt.“

In der 77. Minute verwertete Neuzugang Müller die präzise Hereingabe von Serdar Bayrak, in der Nachspielzeit bugsierte Matys das Leder aus Nahdistanz über die Torlinie und versetzte den Gästen den K.o.

Jaroslaw Matys

Kamen die Hausherren vor 400 Zuschauern im Nordhessenstadion kaum aus dem Feiern heraus, konnte es für die Gäste gar nicht schnell genug in Richtung Kabine gehen. Der Stachel der Enttäuschung saß tief, zumal die Baunataler ihren Stürmer Manuel Pforr mit Verdacht auf Bänderdehnung im Knie sowie Antonio Bravo Sanchez mit Roter Karte verloren hatten. Der Mittelfeldmotor leistete sich kurz vor Abpfiff ein Frustfoul an der Außenlinie.

„Die Niederlage ist bitter“, kommentierte KSV-Coach Tobias Nebe den Ausgang einer Begegnung, die ganz anders aus Sicht der VW-Städter hätte laufen können: „Wir hätten die Partie in den ersten acht Minuten für uns entscheiden können.“ Tasächlich besaß der Regionalliga-Absteiger drei Riesenchancen. Doch weder Nico Schrader (2.), noch Tolga Ulusoy (5.) und Tom Samson (8.) schlugen daraus Kapital beziehungsweise konnten André Schreiber im FSC-Kasten nicht überwinden.

Erst mit Verspätung nahm die Heimelf am Spiel richtig teil. Gerade, als es bei ihr etwas besser lief und Egli Milloshaj (27.) sowie Mirko Tanjic (31.) Schussmöglichkeiten hatten, schlug der Gast zu. Nach toller Kombination über Antonio Bravo Sanchez und Schrader markierte Pforr das 1:0 (32.).

In der Folgezeit boten sich beiden Klubs nennenswerte Gelegenheiten. Baunatals Schlussmann Tobias Schlöffel musste beim Pfostentreffer von Demetrio D’Agostino (34.) oder bei Milloshajs Kracher (47.) auf der Hut sein. Andererseits lagen auch bei Vorstößen des KSV Tore in der Luft: Pforr verpasste Bravo Sanchez’ Hereingabe knapp (50.), Schrader scheiterte an Schreiber (57.) und Ulusoy traf nur den Querbalken (80.). Da diese Chancen ungenutzt blieben, herrschte am Ende Katerstimmung bei Nebe und den Spielern. Dafür ging beim FSC der Punk ab. Fotos: Malmus/Fischer (nh)

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