Talent Janik Szczygiel erwartet mit KSV Baunatal den Tabellenzweiten Watzenborn

Mehr als nur ein Joker

Entpuppt sich immer mehr als Verstärkung: Baunatals Janik Szczygiel (links, hier gegen Wiesbadens Jonas Grüter). Foto: Schachtschneider

Baunatal. Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für die Fußballer des KSV Baunatal. Die gute: Die Formkurve des Hessenligisten zeigt mit den beiden Siegen über die Nachbarn OSC Vellmar und FSC Lohfelden eindeutig nach oben. Die schlechte: Bis zum nächsten Nordhessenderby dauert es jetzt erstmal einige Monate.

Am Samstag wartet ab 14.30 Uhr im Parkstadion eine knifflige Heim-Aufgabe gegen den furios gestarteten Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. Fakten vor dem 15. Punktspiel der Baunataler:

• Die jüngsten Erfolge des KSV waren keine große Überraschung: „Schon seit dem Spiel in Hadamar ist ein Aufwärtstrend erkennbar“, sagt Trainer Tobias Nebe. Gegen die Rot-Weißen hatten die Nordhessen 2:1 gewonnen. Anschließend folgte zwar eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen Meisterschaftsaspirant SV Wiesbaden. Die guten Eindrücke, die die VW-Städter hinterließen, konnte das Ergebnis aber nicht wirklich trüben.

• Der Sturmführer bereitet dem Regionalliga-Absteiger immer noch Kummer: Mal wieder ist es das Knie, was bei Nico Schrader zwickt. Das Training am Dienstag musste der Angreifer abbrechen. Wann er aufs Feld zurückkehrt, steht noch nicht fest. Gleiches gilt für Daniel Leipold, der nach wie vor unter einer Zerrung leidet. • Die Baunataler haben ein großes Talent in ihren Reihen: Er wurde gegen Vellmar eingewechselt – und traf. Er kam gegen Lohfelden rein – und traf wieder. Janik Szczygiel ist erst 19, kam vor der Runde von den A-Junioren des KSV Hessen und begeistert nicht nur Nebe. „Ich wollte ihn schon vor einem Jahr haben. Er hat ein Riesen-Tempo, ist sehr gut im Eins-gegen-Eins und hat dazu ein gutes Defensivverhalten“, lobt der Coach seinen jungen Schützling. Er habe es auf jeden Fall verdient, am Samstag in der Startelf zu stehen. Der Hochgelobte selbst gibt sich entspannt: „Es ist mein erstes Jahr bei den Senioren, ich habe ein bisschen gebraucht“, erklärt Szczygiel, „aber ich komme jetzt immer besser in Form.“ Dass er sich in Baunatal wohl fühlt, ist keine Überraschung. Denn er spielte schon in der Jugend dort, ehe er über die Nachwuchsteams von Mainz 05 und KSV Hessen an den Baunsberg zurückkehrte.

• Gegner Watzenborn ist kein typischer Aufsteiger: Die Pohlheimer sind gespickt mit Hessenliga-erprobten Spielern, einige haben sogar höherklassig Luft geschnuppert. Defensivmann Michael Bodnar war früher unter anderem bei Darmstadt 98. Im Sturm des Tabellenzweiten wirbeln exzellente Fußballer wie Raffael Szymanski und Dennis Weinecker. Spielstark sind Ilias Azouaghi und Barbaros Koyuncu. Da kommt einiges auf den KSV zu. Aber Szczygiel stellt klar: „Wir treten auch mit breiter Brust an.“

Von Björn Mahr

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