Hessenliga: Ex-Lohfeldener entscheidet für OSC mit Tor des Tages zum 1:0

Milloshaj der Derby-Held

Abgeblockt: Für die FSC-Angreifer wie Jaroslaw Matys (links) gab es gegen die Vellmarer Innenverteidiger Stefan Matzenmiller (Mitte) und Sebastian Wagener kaum ein Durchkommen. Foto: Schachtschneider

Lohfelden. 57 Minuten lang war das Derby torlos verlaufen, obwohl der FSC Lohfelden und der OSC Vellmar ausreichend Gelegenheiten besaßen. Dann hatte Egli Milloshaj vor 500 Zuschauern seinen großen Auftritt. Nachdem der 23-Jährige wenige Minuten zuvor bei seiner ersten Chance noch an André Schreiber gescheitert war, überwand er den FSC-Schlussmann im zweiten Anlauf (58.). Der Treffer blieb der einzige, und somit sicherte Milloshaj den 1:0 (0:0)-Erfolg des OSC zum Auftakt der neuen Saison.

Besonders pikant: Milloshaj war vor wenigen Wochen von Lohfelden nach Vellmar gekommen. In vier Jahren beim FSC hatte er es auf nur zwei Treffer gebracht. Auch wenn er beim Torjubel zurückhaltend den Zeigefinger auf die Lippen legte, war ihm doch die Genugtuung anzumerken. „Es ist eine tolle Sache für mich, so in Lohfelden zu gewinnen. So wünscht sich das jeder Spieler. Ich bin total glücklich“, erklärte Milloshaj strahlend.

Keinen Anlass zur Freude hatte Roy Keßebohm. Nicht nur deshalb, weil der Lohfeldener Kapitän in der Schlussphase den ebenfalls vom FSC zum OSC gewechselten René Huneck gehalten und Schiedsrichter Marian Ulbrich auf Notbremse und Rote Karte befunden hatte. „Wir haben nicht das gespielt, was wir wollten. Zudem haben Engagement und Laufbereitschaft gefehlt“, gab er zu Protokoll.

Obwohl der FSC nach dem Rückstand zusehends von seiner Linie abkam, bot sich ihm noch die eine oder andere Chance. Aber die Gäste brachten meist noch einen Fuß dazwischen, den Rest hielt der schon vor der Pause überzeugende Torhüter Tobias Schlöffel. Nach einem sportlich wenig befriedigenden Jahr beim KSV Baunatal genoss der Neuzugang seinen Auftritt. „Ich komme beim OSC viel besser zurecht. Und das nicht nur seit den ersten gehaltenen Bällen in diesem Spiel“, befand er.

Mario Deppe stand die Erleichterung nach dem Sieg ins Gesicht geschrieben. „Wir wussten nicht, wo wir stehen, und ob wir in der Liga mithalten können. Nun haben wir die Gewissheit, auch wenn noch nicht alle Rädchen greifen“, erklärte Vellmars Trainer. Ein anderes Bild lieferte sein um Fassung ringendes Gegenüber. „Ich bin enttäuscht von unserer Leistung. Und zwar nicht von den Jungen oder Neuen, sondern weil sich erfahrene Hessenligaspieler nicht im Griff hatten und ihre Leistung nicht abgerufen haben“, sagte Otmar Velte. Und was ihn zudem schmerzte: „Wir hätten einen Schritt nach vorn machen können. Stattdessen sind wir zwei zurückgegangen.“ Foto: Fischer

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