Schwalmstadt verliert beim FSC Lohfelden 0:6 – Nach dem ersten Gegentreffer erlahmt die Gegenwehr

Nur 40 Minuten mitgehalten

Aller Einsatz nutzte nichts: Die Schwalmstädter Timo Brauroth (im Liegen) und Fabian Seck (2. von rechts) greifen hier Lohfeldens Enis Salkovic an. Im Hintergrund beobachten Nils Fischer (links) und Linor Demaj die Szene. Foto: Fischer

Lohfelden. Normalerweise wollen Fußballmannschaften ihre Spiele gewinnen. Aber weil beim Hessenliga-Absteiger 1. FC Schwalmstadt in dieser Saison nichts normal ist, sind die Spieler mit einer anderen Einstellung in die Partie beim FSC Lohfelden gegangen. Es ging um Schadensbegrenzung.

Nun ist ein 0:6 (0:1) keine knappe Niederlage, aber das Resultat wird der Leistung der Schwälmer nicht ganz gerecht, denn auch Lohfeldens Trainer Otmar Velte sagte: „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen.“

40 Minuten funktionierte die Defensivtaktik, die Schwalmstadts scheidender Trainer Christoph Keim ausgetüftelt hatte, so gut, dass der FSC Lohfelden keine Torchance hatte, und es logischerweise 0:0 stand.

Dann aber kam der erste große Auftritt von Lohfeldens Mittelfeldspieler Demetrio D’Agostino, dessen 20-Meter-Knaller - für Torwart Julian Wehlmann unhaltbar - im Schwälmer Tor landete. Anschließend war es vorbei mit der Gegenwehr, und Schwalmstadts Spieler bestaunten die Schusstechnik von D’Agostino, Adrian Bravo Sanchez, Egli Milloshaj und Vyacheslav Petrukhin.

In der 50. Minute kopierte D’Agostino seinen ersten Streich, und es stand 2:0. Fünf Minuten später waren die Schwälmer Spieler Zuschauer, als Bravo Sanchez einen Freistoß ins lange Eck zirkelte. Dann dauerte es weitere sechs Minuten bis Milloshaj per Seitfallzieher traf. Das fünfte Tor, das Petrukhin in der 64. Minute mit einem Freistoß aus 35 Metern erzielte, hätte Wehlmann verhindern müssen, und schließlich krönte Bravo Sanchez (75.), der jüngere Bruder des in Schwalmstadt geschassten Antonio Bravo Sanchez, einen Doppelpass mit Demaj zum 6:0-Endstand.

Keim hatte ein wenig Verständnis dafür, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht mehr an den Erfolg glaubte, Schwalmstadts Trainer sagte aber auch: „Das war eine unserer schlechtesten Leistungen, weil wir nach dem 0:2 auf Zweikämpfe verzichtet haben.“ Aber Keim - und das sind ja keine Ausreden - hatte Erklärungen für die schließlich klare Niederlage parat. Denn aufgrund der Personalmisere feierte der A-Jugendliche Leon Lindenthal schon nach zehn Minuten für den Ex-Lohfeldener Rolf Sattorov, der sich eine Zerrung zugezogen hatte, seine Hessenliga-Premiere. In der 55. Minute debütierte zudem Eigengewächs Jakob Gerstung anstelle des unbeholfenen Serkan Erdem, der auch nach 22 Einsätzen in dieser Saison ohne Treffer ist.

Von Gerd Brehm

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