Hessenligist unterliegt 1:4

OSC Vellmar missglückt Revanche gegen Ederbergland

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Dreikampf um den Ball: Vellmars Dennis Schanze (links), Ederberglands Pavel Ricka (Mitte) und Sebastian Wagener gehen auf Tuchfühlung.

Vellmar. Das war eigentlich anders gedacht. Am Samstag wollte sich der OSC Vellmar in der Fußball-Hessenliga für die 0:4-Niederlage im Hinspiel beim FC Ederbergland revanchieren. Herausgekommen ist im heimischen Stadion am Schwimmbad eine erneut deutliche 1:4 (1:2)-Niederlage. Ein Blick aufs Spiel aus unterschiedlichen Perspektiven: Am Spielfeldrand

Dort steht Mario Deppe. Der Trainer des OSC war vor der Partie eher optimistisch. Dass er nach dem Abpfiff nichts sagen will, ist verständlich, zumal die Vellmarer druckvoll gestartet waren. „We will rock you“ von Queen hatte die Mannschaften in die Partie begleitet, aber da war noch nicht abzusehen, wer wen rockt. Hinter Deppe protokolliert Co-Trainer Jörg Sostmann akribisch die Spielzüge und am Ende wieder vier Tore von Ederbergland – wie im Hinspiel. Auf der anderen Seite des Stadions geht der Trend bei vorwinterlicher Wetterlage eindeutig zum Sitzkissen. Nur ein Damen-Trio hat sich Campingstühle mitgebracht: Beate und Luisa Schanze sitzen neben Diana Wagner. Mutter und Schwester von Dennis Schanze haben es sich zusammen mit der Freundin von Sebastian Wagener abseits des Regendaches der Tribüne bequem gemacht: „Zum Glück regnet es nicht.“ Auf dem Platz

Dort merkt man den Gastgebern ihre Ambitionen deutlich an. Die ersten zehn Minuten kommt der FCE nicht allzu oft vor das Vellmarer Tor von Tobias Orth. Bis zur zwölften Minute: Nach einer Kontersituation kommt Ingo Miß über links – und keiner behelligt ihn. Der Offensivspieler lässt sich nicht zweimal bitten, es steht 1:0 für den FCE. Was dann geschah (21.), kann wohl getrost als demoralisierender Volltreffer gewertet werden: ein Eigentor! Als Stefan Matzenmiller den nach einem Konter enteilten Ingo Miß stoppen will, erwischt Matzenmiller den Ball im vollen Lauf so unglücklich, dass Orth ihn nicht stoppen kann – 2:0 für den FCE. „Wir sind einfach selber schuld, dass wir gleich am Anfang die beiden dummen Gegentore kassiert haben“, sagt nach dem Abpfiff Felix Bredow. Dabei war der Mittelfeldspieler noch einer der Besten und verantwortlich für den Anschlusstreffer zum 1:2 (23.). So hätte es wohl aus Vellmarer Sicht weitergehen können, ging es aber nicht. Nach der Pause wollten die Gastgeber mehr als sie konnten, und durch die Rote Karte (58.) gegen Stürmer Dominik Lohne nach einem Revanchefoul an Michael Möllmann (der auch verwarnt wurde), fand der OSC nicht mehr in die Spur zurück und musste in der Nachspielzeit noch zwei weitere Tore einstecken.

IN der Sprecherkabine

Dort steht Abteilungsleiter Rudi Hochheimer und überblickt das Geschehen. „Wie lange noch?“, ist noch eine der freundlichen Fragen, die er sich zwischen den Tor- und Auswechseldurchsagen anhören muss. An diesem Samstag steht seine Meinung bereits länger vor dem Abpfiff fest: „Das war keine Glanzleistung.“

Von Martin Scholz

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