Fußball-Hessenliga: Lohfeldens Trainer Velte hat 30 Spieler im Kader – darunter namhafte Neuzugänge

FSC muss jetzt ein Team werden

Neue Spieler in Lohfelden: Vordere Reihe (von links) Eduardo Gutierrez, Trainer Otmar Velte, Maximilian Blahout, Kamill Kwiotek; mittlere Reihe Kevin van der Veen, Mario Wörmann, Yunus Emre Ulas, Christian Käthner; hintere Reihe Fabian Winter, Jannik Weingarten, Florian Heussner, Tom Marschatz, Thomas Müller, Serdar Bayrak. Es fehlt Gianluca Maresca. Foto:  Malmus

Lohfelden. Da war einiges los im Lohfeldener Nordhessenstadion bei der Teamvorstellung des FSC. 30 Spieler für ein Mannschaftsfoto in die richtige Position zu setzen, ist nicht die leichteste Aufgabe.

Für den Trainer des Fußball-Hessenligisten könnte dieser Termin ein Vorgeschmack darauf sein, was angesichts des üppigen Kaders in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart auf ihn zukommt. Otmar Velte sagt: „Wir müssen jetzt erst mal ein Team werden. Das ist sicherlich die größte Herausforderung.“
Für den Lohfeldener Trainer stellt die große Anzahl an Spielern eher Segen als Fluch dar. Jede Position sei doppelt besetzt, zum Teil dreifach. Daraus entstünde kein Druck, sagt Velte, sondern Motivation: „Jeder muss sich immer präsentieren.“ Mit Blick auf die sechs bis acht jungen Perspektivspieler weist der Trainer auf das langfristige Ziel des Vereins hin. In Zukunft soll die Durchlässigkeit von unten nach oben beim FSC besser funktionieren. Kurzfristig wünscht sich Velte für die neue Saison einen Platz im vorderen Mittelfeld.

Ähnlich sieht es Christian Käthner. Der Mittelfeldspieler stieß vom Regionalliga-Absteiger KSV Baunatal zum Nachbarn und zählt zu den bekanntesten der ohnehin namhaften Neuzugänge. „Die Hessenliga wird dieses Jahr brutal schwer. Von daher wäre ein Rang unter den ersten acht ein Erfolg“, sagt Käthner, der in Lohfelden gut aufgenommen wurde. Die Mischung im Kader passe, die Stimmung sei gut, sagt er. Auf die Derbys gegen seinen Ex-Klub brennt der Mittelfeldspieler schon jetzt. „Am liebsten gleich am ersten Spieltag“, sagt Käthner.

Obwohl die neue Lohfeldener Truppe nach tollem Fußball klingt, dämpft Daniel Beyer die Erwartungen: „Vom Papier hat sich das in den vergangenen Jahren immer klasse gelesen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass das nichts bedeutet“, sagt der Kapitän. Natürlich würden ihn die Neuzugänge optimistisch stimmen. Aber zunächst müsse sich die Mannschaft finden. Von daher formuliert auch Beyer sein Saisonziel eher zurückhaltend: ein einstelliger Tabellenplatz.

Offensichtlich haben sie in Lohfelden aus den vergangenen Jahren gelernt, als die Erwartungen und das tatsächlich Erreichte oft weit auseinanderlagen. Kein Wunder also, dass der Vorsitzende Willi Becker vor der kommenden Saison ziemlich kleine Brötchen backt: „Wir wollen dieses Mal mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Wer Becker kennt, der ahnt, dass hinter diesem Satz eine gehörige Portion Understatement stecken könnte.

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