Hessenliga: Schwalmstadt präsentiert sich als Einheit gegen Wehen Wiesbaden II

Ein 0:1 als Mutmacher

Stets eng am Mann: Schwalmstadts André Meier (rechts), der hier Antonio Bianco vom SV Wehen Wiesbaden II angreift. Foto: Hahn

Ziegenhain. Es ist nicht überliefert, wie lange der Teamabend des 1. FC Schwalmstadt am Samstag gedauert hat. Und wer beim Bowling die meisten Pins abräumen konnte.

Fakt ist aber, dass sich die längst als Absteiger aus der Hessenliga feststehenden Fußballer des 1. FC Schwalmstadt trotz der 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden so sehr als Mannschaft gefühlt haben dürften wie ewig nicht mehr.

„Das hat Spaß und Mut für die Zukunft gemacht. Wir haben uns zusammengerauft, sind super vom Trainer eingestellt worden und haben gezeigt, dass wir alles für den Verein geben“, sagte André Meier. Der Mittelfeldspieler stand erstmals wieder seit dem 13. Dezember 2014 (1:3 gegen FSC Lohfelden) in der Startelf. Damals wurde er verletzt und verabschiedete sich anschließend aus beruflichen Gründen. In den vergangenen Wochen hatte er bereits der Reserve, die unbedingt den Klassenerhalt in der Gruppenliga schaffen soll, ausgeholfen und nun nach einer starken Trainingseinheit den Sprung in die Anfangsformation geschafft.

„Das habe ich für Heinrich Gringel, Christoph Keim und die Jungs getan. Auch demnächst werde ich mal da sein, mal nicht, bin daher nicht so wichtig“, gab sich der 25-Jährige bescheiden. Gleichwohl war er ebenso wie Torwart Philipp Lange und Routinier Timo Brauroth ein „Lautsprecher“ auf dem Feld und wartete mit seiner stärksten Saisonleistung auf.

Von Beginn an legten er und seine Teamkollegen eine Körpersprache an den Tag, als wäre der Klassenerhalt noch möglich. Allein, „es fehlen halt die entscheidenden Zentimeter, dass wir erfolgreich sein können“, wie der stellvertretende Abteilungsleiter Gerhard Orth fand. Etwa, als ein Pass von Jan Henrik Wolf zu kurz für Serkan Erdem war (22.). Als Wolf zu wenig Druck in den Abschluss bekam, nachdem er und Sattorov eine Konterchance hatten (30.). Oder, als Torwart Laux einen Schritt vor Kevin Kutzner am Ball war (43.).

Kutzner gehörte ebenso zu den Aktivposten und lieferte sich viele rassige Duelle mit Marius Kleinsorge. Nur einmal ließ er den Mittelfeldspieler aus den Augen. Diese Gelegenheit nutzt der Südhesse mit viel Tempo und einem Flachschuss zum Siegtreffer aus (20.). • Schwalmstadt: Lange - F. Seck, Brauroth, Bräutigam, Kutzner - Lutz, Preuß (81. Uslejbrka), Meier - Erdem (63. R. Seck), Wolf (79. Huber), Sattorov. Wehen Wiesbaden II: Laux - Buff (67. Iten), Effiong, Esser, Landu - Kleinsorge, Stägemann, Zeller, Bianco (79. Günther) - Rottenau, Asamoah (66. Balder). SR: Rolbetzki (Marburg). Z: 100. Tor: 0:1 Kleinsorge (20.).

Von Sebastian Schmidt

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