Fußball-Hessenliga: FC Ederbergland vor schwieriger Aufgabe beim Tabellenzweiten

Mit Mut nach Alzenau

Im Rückspiel oben auf sein: Ingo Miß (links) und Felix Nolte (Rechts, beide Ederbergland), hier gegen den Alzenauer Luca Dähn, wollen am Samstag am besten dreifach punkten. Foto: Wilfried Hartmann

Battenberg. Nach dem 5:0 über Flieden schöpft Fußball-Hessenligist FC Ederbergland in Sachen Klassenerhalt wieder Hoffnung. Das Motto beim FCE heißt „Nachlegen“ – am besten schon am Samstag, wenn Ederbergland ab 15 Uhr bei Bayern Alzenau antritt.

„Aus den Spielen in Alzenau und Steinbach brauchen wir drei Punkte, wenn wir nicht absteigen wollen“, unterstreicht Trainer Vladimir Kovacevic trotz der beiden bevorstehenden schwierigen Auswärtsaufgaben gegen die derzeitigen Topteams der Liga.

Nach der guten Leistung gegen Flieden gibt es für den Trainer eigentlich keinen Grund, die Aufstellung zu wechseln. Allerdings droht der Ausfall von Michael Möllmann, der beruflich am Samstag gebunden ist und wahrscheinlich die Fahrt zu den Bayern nicht antreten kann. „Das ist dann schon ein kleiner Rückschlag für uns. Zumal Michi gegen Flieden überragend auf der Sechser-Position gespielt hat“, sagt Kovacevic.

Was also tun? Anton Jencik ist sicher erste Wahl. Was ihm nach langer Verletzungspause fehlt, ist die Laufstärke. Möglich, dass Jencik in die Innenverteidigung rückt, da er der technisch stärkere Spieler gegenüber Fabian Mohr ist, der allerdings vergangene Woche den körperlich starken Schaub zur Bedeutungslosigkeit verurteilte.

Mögliche Alternative als Möllmann-Vertretung ist auch Janis Wolff. Er hat in einigen Spielen gezeigt, dass er sich bei seinen Einsätzen zu behaupten weiß. Seine Sache zuletzt gut gemacht hat Manuel Todt im Angriff. Ahmet Marankoz ist jedoch wieder im Training und sollte ins Team zurückkehren. Änderungen auf den Außenbahnen sind nicht vorgesehen, zumal auf rechts Trainer-Sohn Marco und Tim Biesenthal gut harmonierten und auf links Sadettin Taskiran und Ingo Miß dem nichts nachstanden.

„Wer letztlich spielt ist uninteressant. Wir wollen mit Herzblut an die Sache ran gehen und den Alzenauern ein unangenehmer Gegner sein. Wir werden nicht die sein, die die Hosen voll haben“, gibt sich Kovacevic selbstbewusst.

Der hat den Gegner studiert und hat Respekt: „Die Innenverteidiger haben Angebote aus der dritten Liga. Die gesamte Mannschaft ist um die 20 Jahre alt. Die sind vor zwei Jahren knapp an der Jugend-Bundesliga gescheitert. Da kommen junge, gut ausgebildete Burschen auf uns zu. Wir haben einen ordentlichen Plan, wie wir denen begegnen wollen.“

Ob seine Mannschaft etwas tiefer stehen wird, das ließ der Coach offen. Kovacevic schweift immer wieder in die Gesamtsituation ab: „Es nützt uns nichts, wenn wir in den fünf ausstehenden Spielen fünf Mal Remis spielen. In Alzenau wird der gewinnen, der mehr in das Spiel investiert. Ich sehe uns nicht chancenlos. Wir trainieren ordentlich und fahren mit Mut dorthin.“

Wehen-W. II zieht zurück

Bekannt wurde gestern, dass Wehen-Wiesbaden seine U 21 in der kommenden Saison vom Spielbetrieb zurückzieht wird. Sollte der Verein seine Absichten bis zum 15. Mai dem Verbandsspielausschuss erklären, wäre Wehen- Wiesbaden II erster Absteiger. Damit würden sportlich nur drei Teams aus der Hessenliga absteigen, wovon der FC Ederbergland profitieren könnte.

Von Wilfried Hartmann

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