Thomas Kneuer und Nadine Sandrock arbeiten an Planungen für die nächste Saison

Der OSC nach Hochheimer

Nadine Sandrock

Vellmar. Sportlich läuft es bei den Fußballern des OSC Vellmar nicht nach Wunsch. Und auch abseits des Platzes geriet der Hessenligist in unruhiges Fahrwasser. Auslöser dafür war vor wenigen Wochen der Rücktritt von Abteilungsleiter Rudi Hochheimer.

In unterschiedlichen Funktionen wirkte dieser seit rund 20 Jahren für den OSC und hinterlässt eine große Lücke. Zumal bei vielen Klubs momentan personelle Weichen gestellt werden.

Wie also bewältigt der OSC die Herausforderung, neben dem Erreichen des Klassenerhalts dafür zu sorgen, dass auch in der folgenden Spielzeit eine konkurrenzfähige Mannschaft auf dem Platz steht? „Wir betreiben derzeit interne Saisonplanung und sind kurz davor, die Gespräche mit den Spielern zu beginnen“, sagt Manager Thomas Kneuer. Auch im Sponsoring seinen noch einige Dinge offen. „Wir hoffen, diese in den nächsten zehn Tagen positiv zu klären“, betont Kneuer. Gemeinsam mit Nadine Sandrock, Koordinatorin im Seniorenbereich, versucht der frühere Schlussmann die Zukunft zu gestalten. Was seiner Ansicht nach so schwer nicht sein sollte: „Acht unserer Spieler haben einen Vertrag bis 2016. Auch der komplette Trainerstab mit Mario Deppe an der Spitze bleibt.“ Kneuer erachtet dies als gute Grundlage. „So können sich die Spieler schon mal Gedanken machen, ob sie grundsätzlich bleiben wollen.“

Nebenbei hoffen die Verantwortlichen beim OSC, dass Hochheimer seinen Entschluss überdenkt. Wie vor einigen Jahren, als er bereits einmal seinen Hut nahm und später auf seinen Posten zurückkehrte. Anzeichen dafür gibt es allerdings momentan nicht. „Er hat vieles gemacht, was gar nicht die Aufgabe eines Abteilungsleiters gewesen wäre. Zum Beispiel die Aufbau- und Aufräumarbeiten im Klubhaus, oder den Einkauf der Verpflegung für die Auswärtsfahrten der Ersten. Jetzt, wo er weg ist, gibt es plötzlich Leute für solche Sachen. Vielleicht können wir ihn ja damit locken“, hofft Kneuer.

Einer jener Spieler, die über das Saisonende hinaus gebunden sind, ist Christian Wollenhaupt. „Ob es für die anderen derzeit Probleme gibt, kann ich nicht beurteilen“, erklärt er und lässt, ganz Kapitän, einen Appell folgen: „Wir Spieler sollten alles dafür tun, dass der OSC auch in der nächsten Saison der Hessenliga angehört. Dann gibt es keinen Grund zum Wechsel.

Und was sagt Hochheimer selbst? „Am liebsten gar nichts. Ich genieße die freie Zeit, schaue mir Fußballspiele als unbeteiligter Zuschauer an oder auch mal ein Spiel der MT Melsungen.“ Archivfoto: Fischer/nh

Von Wolfgang Bauscher

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