Vellmars Mergim Hajzeraj musste Nacht in Frankfurt bleiben

Nach Kopfballduell: OSC-Spieler zweimal bewusstlos auf dem Platz

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Der Moment, in dem es passierte: Frankfurts Zubayr Amiri (7) springt dem Vellmarer Mergim Hajzeraj in den Rücken. Christian Brinkmann (links) bleibt verschont.

Kassel. Seinen siebten Hessenliga-Einsatz dieser Saison für die Fußballer des OSC Vellmar wird Mergim Hajzeraj nicht so bald vergessen.

Denn die Partie beim SC Hessen Dreieich bescherte ihm zwei Momente der Ohnmacht und eine Nacht im Krankenhaus. Was war denn da los?

Der 23-Jährige kam nach 78 Minuten für Enes Glogic aufs Feld. Kurz vor Schluss wurde er vom ebenfalls eingewechselten Dreieicher Zubayr Amiri im Kopfballduell rustikal angegangen. „Richtig erinnern kann ich mich daran nicht. Aber ich glaube, er hat mich mit dem Ellbogen am Hinterkopf getroffen“, erklärt Hajzeraj.

Mergim Hajzeraj

Eine kurze Bewusstlosigkeit war die Folge. Nach kurzer Behandlung kam „Gimmi“ zur Nachspielzeit für einige Minuten wieder aufs Feld und trug noch ein wenig zum 3:1-Sieg bei. Nach dem Abpfiff nahm er am Vellmarer Siegesjubel nicht teil. „Er saß auf der Bank und starrte vor sich hin. Ich bin dann zu ihm gegangen und wollte mit ihm zur Kabine gehen. Unterwegs hat er gesagt, er müsse sich hinlegen und lag dann schon gleich mit geschlossenen Augen auf dem Boden“, schildert Christian Wollenhaupt die zweite Schrecksekunde. „Uns allen ist das Herz in die Hose gerutscht. Zum Glück war der Notarzt bald da“, berichtet der OSC-Kapitän weiter.

Im Krankenhaus wurde dann bei Hajzeraj „nur“ eine Gehirnerschütterung festgestellt und nicht eine anfangs befürchtete schwerere Verletzung. Auf Rat der Ärzte blieb der Mittelfeldspieler für eine Nacht in der Klinik, während seine Teamkameraden die Heimreise antraten. „Das war natürlich nicht so spannend, aber ich habe sowieso die meiste Zeit geschlafen“, sagt Hajzeraj. Am Sonntag holten ihn seine Eltern ab.

Nun sind also Ruhe und Regeneration angesagt. „Ich habe noch einen Brummschädel, fühle mich wie auf einem schwankenden Schiff und manchmal verschwimmt der Blick, wenn ich etwas anvisiere“, berichtet Hajzeraj. Doch was viel schlimmer ist: „Für das Derby am Samstag gegen Baunatal wird es wohl nicht reichen.“

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