Hessenliga: Mit neuem System ins Derby

Schwalmstadt sinnt gegen Stadtallendorf auf Revanche

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Im neuen System gesetzt: Schwalmstadts Steven Preuß (r.), der es im Derby wohl erneut mit dem Stadtallendorfer Kevin Schudy (l.) zu tun bekommen wird.

Schwalmstadt. Es gibt Spiele, vor denen sich der Trainer um die Motivation seiner Schützlinge nicht sorgen muss. Das Gastspiel von Eintracht Stadtallendorf beim 1. FC Schwalmstadt ist (Sa. 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Treysa) ist so eins.

Ein Hessenliga-Derby, das Spieler und Fans elektrisiert. Und eine Vorgeschichte hat. „Wir haben etwas gut zu machen“, sagt FCS-Trainer Keim mit Blick auf das Hinspiel, als seine Mannschaft mit 0:8 sang- und klanglos unterging. Außerdem will das Tabellenschlusslicht in den letzten zwölf Spielen zeigen, „dass wir besser sind als die fünf Punkte, die wir bisher geholt haben.“ Und das am besten schon gegen den Nachbarn.

Also liegt Keims Fokus in der Einstimmung auf das brisante Nachbarduell eher auf der spieltaktischen Einstellung seiner Mannen. Umso mehr als er ihnen in der Winterpause ein neues System verpasste: 3:4:3 statt 4:2:3:1. Also eine Dreierkette vor (dem wieder genesenen) Torwart Julian Wehlmann, wofür Fabian Seck, Jannis Lerch und Steffen Bräutigam gesetzt sind. Ebenso die zentralen Mittelfeldspieler Steven Preuß und Timo Brauroth.

Spannend wird‘s auf den Außenbahnen. Zum einen weil dem FCS-Trainer gleich fünf potenzielle Kandidaten für diese Position ausfallen (Kutzner, Langhans, Trümner, Liebermann, März) und auch Neuzugang Stefan Usljewska wohl noch nicht spielberechtigt sein wird. Zum andern weil sie ganz besondere Anforderungen stellt: die Außen müssen sich bei gegnerischem Druck fallen lassen und so die Defensive verstärken und bei eigenem Ballbesitz für zusätzliche Anspielstationen in der Offensive sorgen. Umso überraschender, dass sich Christoph Keim für zwei Aufsteiger aus der zweiten Mannschaft entschieden hat: Matthias Lutz und Adonis Kaquri, „zwei Gewinner der Vorbereitung.“ Vorn werden sich mit Jan Henrik Wolf, Serkan Erdem und Rolf Sattorov drei Stürmer tummeln.

Das „riecht“ danach, dass der Neuling den Nachbarn, der mit einer ähnlichen Grundformation dem FCS im Hinspiel den Garaus machte, mit seinen eigenen Mitteln schlagen will. „Nein, nein“, winkt der Schwälmer Coach ab, „wir haben da so gut wie alles falsch gemacht und den Gegner zum Toreschießen eingeladen.“ Also vorrangig eine Frage der Einstellung, die diesmal ganz anders beantwortet werden soll: „Wir müssen den Kampf annehmen, der Kunstrasenplatz muss glühen.“

Trotzdem wäre es dabei hilfreich, wenn das neue System ähnlich gut wie in den letzten Testspielen funktionieren würde, der Gegner also in der eigenen Hälfte keinerlei Spielraum hat. Denn genau den weiß die Eintracht dank ihrer treffsicheren Offensivkräfte hervorragend zu nutzen. Keiner weiß das besser als der FCS. Foto: Kasiewicz

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